Eitelkeit …

… ist eine abstoßende Eigenschaft. Ich vermeide es, die Sätze mit »Ich« anzufangen – ich finde, das ist schon ein erster Schritt, wieman Eitelkeit bei sich selbst bekämpfen kann. Ich finde Eitelkeit besonders eklig, wenn wir auch noch dafür Fernsehgebühren bezahlen. Vielleicht hätte der Kollege Gottschalk nicht so oft betonen sollen, dass er seine Millionen längst im Keller hat (ist das Anwesen in Malibu unterkellert?). Dann würden den wenigen Leuten, die seine Vorabendsendung ansehen, dabei vielleicht nicht sofort die Fernsehgebühren einfallen, die für dieses Großprojekt der ARD verausgabt werden.

Ich bin einer der wenigen, die schon seit Jahren den Kollegen Gottschalk »Thommy« nennen dürfen. Gestern z.B. sagte ich zu meiner Brötchenverkäuferin: »Was der Thommy da macht, ist wohl unter aller Sau, oder?« Diese Vertrautheit mit dem Star möchte ich nicht missen. Trotzdem: Seine Eitelkeit ko… (Entschuldigung!) mich an! In jedem zweiten Satz redet er von sich. Seinen Gästen hört er nicht zu und will nichts von ihnen wissen. Fakten, Daten, Namen usw. – da herrscht bei Tommy höchste Gefahrenstufe. Gina Hagen kündigte er als »Nina von Hagen« an, betonte aber dann gleich zwei mal »von Hagen, das ist ja der andere (!) Spinner da« – undmeinte den ehemaligen Leichenplastinator Günther van Hagen.

Überhaupt die Gäste! Karsten Speck – auf den hat dieWelt gewartet! Selbst wenn mich Thommys Redaktion jetzt noch anrufen würde, weil er mit mir über meine Kolumnen und den Hauptstadtjournalismus plaudern möchte – ich würde nicht hingehen. Ich habe keine Lust, mit ihm in einen vorabendlichen Schönheitswettbewerb einzutreten, und immer, wenn ich etwas sagen möchte, kommt die Werbung für Prosta Fink!

Atze Svoboda

 

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