Lebt eigentlich Vera Lengsfeld noch?
Dienstag, den 24. April 2018

lengsDie Hoffnung stirbt ja sprichwörtlich zuletzt. Aber auf jeden Fall stirbt sie noch vor Vera Lengsfeld. Die Frau erfreut sich bester Gesundheit und wird uns höchstwahrscheinlich allesamt überleben.
Vor Kurzem hat sie sogar eine Erklärung ins Leben gerufen. Diese trägt den schönen und griffigen Namen »Erklärung 2018«. Was drin steht, ist nicht sonderlich interessant. Man hat wohl allem Anschein nach Angst vor einer drohenden Umvolkung und der gewalttätigen Umbenamsung des Osterhasen in »Traditionshase«.

Unterzeichnet haben schon das Who-is-who der psychopathologischen Kuriositäten. Von Matussek über Broder und Sarrazin ist jeder dabei, der Rang und einen an der Waffel hat.
Natürlich hat Lengsfeld auch selbst unterschrieben. Und die Frau, die einst auf einem ihrer Wahlplakate einen Tittenvergleich mit Angela Merkel anstellte (jene, die es überlebten, können sich vielleicht noch an ihre Netzhaut erinnern), ist damit eine von über 100 000 Unterstützern.

Das ist doch schön! 100 000! In den Selbsthilfegruppen der Anonymen Alkoholiker sitzen manchmal nur 5! Wer hätte denn gedacht, dass es so viele Leute gibt, die unter dem gleichen Phänomen wie Frau Lengsfeld leiden? Vera, du bist nicht allein! Jetzt freue dich doch mal!

Aber das tut sie natürlich nicht. Stattdessen schimpft sie im Zusammenhang mit ihrer Erklärung: »Alle Bürger, die sich dagegen (linksgrüne Versiffung, Anm. d. A.) wehren, werden als ›rechts‹ abgestempelt oder gar als Nazis verunglimpft. Der mündige Bürger ist das Feindbild des Mainstreams. Die deutschen Politiker und die mit ihnen verbündeten Medien treiben die Republik in eine Gesinnungsdiktatur.«

Wenn die dann eines Tages richtig funktioniert – könnte die dann nicht die Vera unauffällig …? Nein und nochmals nein! Vera, du wirst gebraucht. Mögest du ewig leben!

Manfred Beuter

 

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