Männer und Frauen …
Mittwoch, den 21. Februar 2018

… passen einfach nicht zusammen. Jedenfalls in der Bild-Redaktion nicht. Tanit Koch, die Chefredakteurin – die Ex(!)-Chefredakteurin –, vereiste zum Stalagmit, sobald sie Julian Reichelt ganz weit hinten am Ende des Flures sah. Und dieser musste ganz schnell die Füße vom Schreibtisch nehmen, um in den Papierkorb kotzen zu können, wenn er ihr zartes Stimmchen hörte. Diese Stimme! Die machte den Meister (Oberzensor, Schriftleiter, Schlagzeilenschmied und Hausmeister des ganzen analogen wie digitalen Bild-Imperiums) wahnsinnig!

Tanit, die ich in meiner Eigenschaft als Mann durchaus schätze, ist »eher eine Frau der leisen Töne«, wie sich Medienbeobachter ausdrücken. Das heißt, sie vermeidet tunlichst Headlines wie »Asylanten fressen deutsche Kinder«, selbst wenn sie wahr sind. Diese typisch weibliche Vermeidungshaltung hat dem Reichelt keine Wahl gelassen: Er musste die Titelzeilen selber schnitzen. Der knallige Titel »Ausländer dürfen über Regierung abstimmen«, hat Frau Koch wohl doch einmal veranlasst, zu piepsen und zu zetern, wie Frauen das eben so machen. Dabei war die Zeile harmlos: Reichelt wollte nur ausdrücken, dass der islamistische Mob auch in den SPD-Basisgruppen Fuß gefasst hat. Aber mach was! – Frauen sind eben überempfindlich, besonders wenn sie ihre Tage haben.

Tanit Koch war die erste Bild-Chefin seit Menschengedenken. Der Auflage hat sie damit genauso geschadet wie ihre Vorgänger. Sie hatte auch noch eine andere Marotte: Immer wenn sie mit Reichelt sprach, guckte sie stur an ihm vorbei, in die nächste Blattpflanze oder aus dem Fenster. Da lobe ich mir meinen Chef XXX: Wenn der mich anbrüllt – dann voll in die Fresse.

Was nun aus Tanit Koch wird? Diese Frage bewegt Millionen Bild-Leser. Auch ich weiß die Antwort nicht. Nur eins ist klar: Mit ihrer typisch weiblichen menschelnden, schnell gekränkten und nachtragenden Art, und mit dieser Stimme – passt sie auch nicht in den EULENSPIEGEL.

Atze Svoboda

 

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