Dienstag, den 23. Mai 2017

meisterwerke
meister06-17

2016 unterzeichnete Barack Obama den »National Bison Legacy Act«. Seitdem ist der Amerikanische Bison neben dem Weißkopfseeadler Nationaltier der USA. Zu Beginn der Besiedlung Amerikas, so Schätzungen, betrug der Bestand 30 Millionen Tiere. Heute werden sie als »potenziell gefährdet« eingestuft. Sie sind eng verwandt mit dem in Europa beheimateten Wisent (weniger als 2000 noch lebende Individuen). Nicht zuletzt die niedrige genetische Variabilität könnte zum Aussterben dieser edlen, wenn auch leicht geruchsintensiven Tiere beitragen.

Wie dieses Foto zeigt, ist es Wissenschaftlern nun gelungen, die genetische Variabilität zu erweitern, indem sie humanes Genmaterial in die Bison-DNS einkreuzten. Wie man unschwer erkennen kann, griffen die Forscher dabei auf die in allen Belangen alles und jedem überlegenen Gene des pfälzisch-amerikanischen Homo Trumpus zurück.

Über die Frisur lässt sich nach wie vor streiten, beachtenswert aber ist das veränderte Verhalten: Mit lediglich einem Darlehen in Höhe von 20 Millionen Dollar schaffte es das gezüchtete Rind, an beinahe 100 weitere Darlehen in ähnlicher Höhe zu gelangen. Unter Wissenschaftlern und in Wissenschaftsmagazinen ist die genetische Errungenschaft nicht unumstritten.

Die Kritik reicht von »Was zum Geier soll die Scheiße?« (Science, Ausgabe 12/ 2017) über »Was will uns die Forschung damit sagen?« (Peter Moosleitners interessantes Magazin, 2/17) bis zu: »So geht Rente auf Pump!« (Focus money, 18/2017).

Die Forscher planen trotz der Kritik, die Trump-Gene zum Wohle der Mensch- und Tierheit in verschiedene weitere Lebensformen einzukreuzen. In einem Punkt verbat sich Trump allerdings die Einmischung der Wissenschaft, denn eine spezielle genetische Kreuzung möchte er selbst vor nehmen: die mit seiner Tochter Ivanka.

C. Venter

 

 

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