Lebt eigentlich Björn Höcke noch?
Mittwoch, den 22. März 2017

Bernd HöckeWenn ja, wäre das ein Wunder an Vitalität und Wiederauferstehungsressourcen. Denn durch die Medien wurde er vielfach hingerichtet, gevierteilt und an den Füßen aufgehängt. Es ist, als warte die Journaille nur darauf, dass er »Heil Hitler, beziehungsweise guten Morgen!« sagt oder »Freisler war auch nur ein Mensch«, um ihn lebend auf den Grill zu legen.

So war es, als er die Fruchtbarkeit der wilden Völker südlich des Mittelmeers beklagte oder die deutschen Frauen aufforderte, ihre Männlichkeit zurückzugewinnen.

Immer wurde Höcke prompt missverstanden. Auch als er vom Holocaust-Mahnmal als einem »Mahnmal der Schande« sprach, verstanden alle – vor allem seine Gesinnungsfreunde, dass dies ein schändliches Mahnmal sei, und nicht etwa, dass dieses Mahnmal für die deutsche Schande steht. So hatte er es natürlich »wirklich« gemeint, sich aber vielleicht nicht klar ausgedrückt im Eifer des Gefechts um eine »erinnerungspolitische 180-Grad-Wende« in der »dämlichen deutschen Erinnerungskultur«. Ausschließlich sein Freund Alexander Gauland verfügte über die Intelligenz und die Empathie, Höcke richtig zu verstehen. Jetzt hat Björn Höcke dem Wallstreet Journal diktiert, dass er in Hitler nicht nur das »absolut Böse« sieht. Wieder wird er öffentlich geschlachtet!

Dabei ist das doch eine Binse, nicht nur wegen Autobahn und so: Das Böse ist seit 25 Jahren in Deutschland von Erich Mielke besetzt. Und dabei soll es auch bleiben.

Matti Friedrich

 

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