Mittwoch, den 23. März 2016

meisterwerke
meister04-16

Die meisten kennen das nur aus dem Darkroom: Mehrere winzige Männlein stehen Schlange, um vermittels einer Leiter die Pöterich-Öffnung eines Langohrs zu erreichen. Doch was auf den ersten Blick nach großem Spaß aussieht, hat einen ernsten Hintergrund. Es handelt sich nämlich dem Titel des Bildes nach um »Die ›Institutionen‹ und den ›Trojkanischen Esel‹«.

Der sogenannte Trojkanische Esel, das weiß in Südeuropa jedes Kind, ist ein von der EU gezüchtetes, äußerst stures Tier, das Verderben und Leid über die ansässige Bevölkerung bringt. Doch was eigentlich ist eine Institution? – »Der Musikantenstadl ist eine Institution.« (Heino) »Nicht nur in Köln war Hannes Löhr eine Fußball-Institution.« (FAZ online)
»Eine Institution verschwindet: Der letzte Katalog von Beate Uhse.« (Spiegel-online) Sehen wir also hier den Musikantenstadl, Hannes Löhr und den Beate-Uhse- Katalog im Rektum eines Unpaarhufers verschwinden? – Unwahrscheinlich bzw. nein!

Wir erinnern uns: Die Griechen versteckten sich im Bauch eines hölzernen Pferdes, das die Bewohner Trojas als vermeintliches Geschenk in ihre Stadt schoben. Des Nachts kamen die Griechen heraus und öffneten die Tore der Stadt, um das griechische Heer einzulassen. Sieg, thug life usw. Hier jedoch sehen wir die Institutionen EU, EZB, IWF, Fifa und Otto Rehhagel in der Hoffnung, sie mögen vom Trojkanischen Goldesel zu Dukaten verarbeitet werden. Was jedoch wirklich passieren wird: Als aerobe Darmparasiten werden sie in der unwirtlichen Gegend nicht lange überleben (max. 3 Minuten), dem armen Tier aber nachhaltig zu schaffen machen. Sein Magen wird anschwellen, er wird Qualen leiden und dann platzen. Lediglich das ein oder andere Teil wird man noch zu Schaschlik verarbeiten können.

Wer das nicht begriffen hat, Herr Schäuble, hat keine Ahnung von Volkswirtschaft!

Y. Varoufakis

 

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