Liebe Leserin, lieber Leser,

ich habe in meinem Leben schon viel erlebt und werde von meinen Mitmenschen gern als hart gesotten und abgebrüht beschrieben, aber jetzt habe ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wirklich Angst. Seit die ARD angekündigt hat, eine Folge der Sendung Hart, aber fair noch einmal neu aufführen zu lassen, weil sie von schlechter Qualität gewesen sei, bete ich quasi rund um die Uhr mit verschwitzten Händen dafür, dass sich dieser Ansatz nicht durchsetzt. Denn das würde ja bedeuten, dass demnächst Sabine Christiansen zurückkommt und uns noch einmal zehn Jahre lang – nein, nein, nein, ich will einfach nicht mehr daran denken! Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte, ich muss die Notvorräte unserer Redaktionsbar plündern.

In letzter Zeit häufen sich die Berichte deutscher Medien über die große Anzahl praktizierender Exorzisten in Polen, wobei oft ein befremdeter Unterton mitschwingt (auch unser Artikel auf Seite 41 macht da keine Ausnahme). Aber was ist an dieser Tatsache eigentlich so verwunderlich? Wer schon einmal unser östliches Nachbarland besucht hat, weiß doch, dass dort fast alle Menschen in Zungen reden – es besteht also offensichtlich ein Bedarf an Teufelsaustreibungen.
Allerdings: Ist das bei uns wirklich anders? Wenn ich hier durch die Straßen gehe, erscheint es mir jedenfalls oft so, als wäre der eine oder andere Mitbürger von einem Dämon besessen. Das heißt natürlich nicht, dass die jeder Hinz und Kunz austreiben dürfen sollte, denn das kann leicht misslingen: So berichtet schon die Bibel warnend vor einem Hochstapler, dessen dilettantischer Exorzismusversuch mehrere hundert Schweine das Leben kostete. Nein, dieses Gewerbe muss natürlich unter staatliche Aufsicht gestellt werden, mit dreijähriger Ausbildung und Prüfung durch die IHK. Wer dort durchfällt, kann ja immer noch Religionslehrer werden.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass auch ich manchmal auf manipulative Berichterstattung in den Medien hereinfalle. So glaubte ich aufgrund der Darstellungen in Presse und Fernsehen wochenlang, die besorgten Bürger, die derzeit besonders engagiert die Überfremdung unserer schönen Heimat anprangern, seien »Extremisten« oder gar »Nazis«. Nun habe ich aber ein wenig im Internet recherchiert und muss sagen: Die Argumente dieser Menschen sind doch ziemlich überzeugend.
Zudem waren mir viele Fakten zum Thema Ausländer bisher schlichtweg unbekannt. Oder wussten Sie etwa, dass …
• Asylanten entweder nichtsnutzig herumlungern oder einem Deutschen den Arbeitsplatz wegnehmen?
• die meisten im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge nur zu faul zum Schwimmen waren?
• einige der angeblich so furchtbaren Herkunftsländer in Wirklichkeit beliebte Urlaubsziele sind?
• die Möbel in Asylbewerberheimen aus den Knochen ermordeter deutscher Kinder gefertigt werden?
Ich hoffe, diese Informationen haben Sie ein wenig zum Nachdenken gebracht. Es kann nie genug kritische Stimmen geben, die sich der dumpfen Masse entgegenstellen! Noch mehr Denkanstöße gibt es auf Seite 22.

Mit anstößigen Grüßen

xxx
Chefredakteur

 

 

 

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