Wulff - Jetzt zeigt er sein wahres Gesicht - aus Heft 11/2010

Der Terror-WullfAllgemein wird angenommen, der Posten des Bundespräsidenten könne problemlos und zur größeren Belustigung des Volkes mit einem Schimpansen oder einem anderen knuffigen Wesen aus Fauna oder Flora besetzt werden. Doch Christian Wulff hat gezeigt, dass zum höchsten Amt mehr gehört als ein allgemeinkompatibles Äußeres und lustige Affenlaute. Er stieß in seiner Rede zur Deutschen Einheit eine Debatte zur deutschen Leitkultur an, wie es sie seit fast drei Monaten nicht mehr gegeben hat. Einem Schimpansen, einem Nasenbär oder einer animierten Steckrübe wäre das kaum gelungen. Christian Wulffs erste große Ansprache, die er im ehemaligen »AWD Dome« – benannt nach der Firma seines Kumpels Maschmeyer – hielt, löste im Volk Empörung aus. In einer mehr als repräsentativen Umfrage im Internet gaben zwei Drittel der Teilnehmer an, mit dem Inhalt der Rede des Bundespräsidenten nicht einverstanden zu sein. Hier und da wurden erste Stimmen laut, Sarrazin oder eben ein drolliger Waschbär wären der bessere Präsident gewesen. Um den massiven Unmut der Bürger zu verstehen, muss man die Rede Wulffs genauer betrachten. Seine zutiefst ketzerische Rede bedarf einer Interpretation, die wir hier anhand der niederträchtigsten Textstellen liefern wollen.

Alle sollen gemeinsam das Netz weben, das unsere Gesellschaft in aller Vielfalt und trotz aller Spannungen zusammenhält. 

Zu Beginn der Ansprache versuchte Wulff zwar scheinbar friedliebend die Gemeinschaft zu beschwören, doch schon das gewählte Bild verriet seine hinterhältigen Absichten: Wir sollen ihm ins Netz gehen.

Viele wollen über die Altersgrenze hinaus in ihrem Beruf arbeiten, aber mit etwas weniger Stunden.

Das zielte eindeutig auf seinen Widersacher Joachim Gauck, der als Teilzeitpräsident durchs Land tingelt. Doch dann begann Wulff mit seinen zu Recht heftig kritisierten Äußerungen.

Es ist längst Konsens, dass man Deutsch lernen muss, wenn man hier lebt.

Ein offener Affront, der die angesprochenen CSU-Mitglieder im Saal zu lauten Protestrufen animierte. Doch Wulff ließ sich nicht beirren und legte knallhart nach.

»Deutschland, einig Vaterland«, das heißt, unsere Verfassung und die in ihr festgeschriebenen Werte zu achten und zu schützen.

Eine gewagte These des höchsten Repräsentanten der Republik, der sich damit verfassungsrechtlich auf sehr dünnes Eis begab, und die weitere Richtung seiner Rede vorzeichnete.

Meine eindringliche Bitte an alle lautet: Lassen wir uns nicht in eine falsche Konfrontation treiben.

Wulff spielt hier auf seine Lieblingsstelle im Koran an, die von der richtigen Konfrontation spricht: Sure 8, Vers 12: »... In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen. Treffet (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen die Fingerspitzen ab!« Vor allem diese Stelle war es, die Christen in ganz Deutschland provozierte.

Es ist Konsens, dass in Deutschland deutsches Recht und Gesetz zu gelten hat. Für alle – wir sind ein Volk.

Und welches Recht nach Wulff eher heute als morgen deutsches Recht werden soll, steht auch schon fest: die Scharia.

Wir sind umgeben von Freunden. Welch ein großes Glück – für unser Land und alle Menschen in Europa.

Eine deutliche Aufforderung an seine muslimischen Freunde, die Mauer um Europa aufzubrechen, um dem Wohlstandsklüngel ein Ende zu machen.

Und ja, wir brauchen auch viel mehr Konsequenz bei der Durchsetzung von Regeln und Pflichten – etwa bei Schulschwänzern. Das gilt übrigens für alle, die in unserem Land leben.

Wie an vielen Stellen seiner Rede schweifte Wulff ab und kam auf sein persönliches Umfeld zu sprechen. In diesem Fall kritisierte er seinen Stiefsohn, der sich von seinem neuen Vater nichts sagen lässt, solange es nicht live auf Phoenix übertragen wird.

Ich habe die vielen hundert Briefe und E-Mails gelesen, die mich zu diesem Thema erreicht haben. Mich beschäftigen die Sorgen und Ängste der Bürgerinnen und Bürger sehr, wie auch die Politik diese erkennbar und zu Recht ernst nimmt.

Wulff meint hier in erster Linie natürlich die Sorgen der fundamental islamistischen Bürger und deren Angst, sie könnten in Zukunft für Ehrenmorde rechtlich belangt werden. Die erbitterte Klage, Wulff habe in seiner Rede mit keinem Wort die Sorgen und Ängste der richtigen Bürgerinnen und Bürger erwähnt, sind also mehr als berechtigt.

Wer das nicht tut, wer unser Land und seine Werte verachtet, muss mit entschlossener Gegenwehr aller rechnen – das gilt für fundamentalistische ebenso wie für rechte oder linke Extremisten.

Wenn schon der Bundespräsident ein Islamisten-Freund ist, ist der Islamismus mitten in der Gesellschaft angekommen, also ist der Islamismus kein Extremismus mehr. Mit diesem verbalen Trick schließt der Präsident den Kampf gegen islamistische Terroristen aus und zündelt an den Fundamenten unseres Staates.

Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland. 

Was er dann mit einem Huster getarnt hinter vorgehaltener Hand murmelte, war dennoch für alle Anwesenden gut hörbar: »außer Gauck«.

Wie sieht die Gesellschaft aus, in der sich niemand überflüssig fühlt und die niemanden überflüssig macht?

Ein weiteres Skandalon erster Güte! Dies war eine der wohl dreistesten Passagen, forderte Wulff hier doch nichts Geringeres als den Umsturz des Systems und die Einführung desKommunismus.

In der Kinderkrippe unseres Sohnes, in der behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsam betreut werden, ist ein kleiner Junge. Seinen Eltern wurde wegen dessen Behinderung vorhergesagt, er würde nur krabbeln lernen können. Jetzt, mit drei Jahren, kann er laufen.

Realitätsverlust, Wahnvorstellungen und Wunderglaube sind einige der Merkmale religiöser Fundamentalisten wie Wulff. Mit Hilfe einer höheren Macht lässt sich schlichtweg alles rechtfertigen. Mit christlich-jüdischer Tradition hat das nichts mehr zu tun!

Ich selbst habe Lehrer und Nachbarn gehabt, die mir geholfen haben, als meine Mutter erkrankte – einfach so.

Als Wulff merkte, dass die Stimmung im Saal zu seinen Ungunsten zu kippen drohte, weil ihn die meisten Zuhörer nur noch als übermenschlichen Propheten des Islam wahrnahmen, erzählte er diesen Schwank aus seiner Jugend, um so zu tun, als sei er einer von uns, ein ganz einfacher Mensch mit einer Mutter, die auch – einfach so – mal krank wurde. Ein geschickter Zug des Satanas aus Osnabrück.

Natürlich spielt es eine Rolle, woher einer kommt.

Wieder eine kleine Spitze gegen Joachim Gauck, der kurz nach dem Beginn der Rede demonstrativ auf Toilette ging und erst gegen Ende wieder auftauchte, ohne sich die Hände gewaschen zu haben.

Ich freue mich, dass so viele Repräsentanten aus Europa hier sind.

Dieser verräterische Satz legt Wulffs Zukunftspläne offen: Er will europaweite Kontakte knüpfen, um sich in ein paar Jahren zum europäischen Supermufti ausrufen zu lassen.

Gott schütze Deutschland.

 

Was Wulff zum Abschluss eigentlich sagen wollte: »Allah vernichte euer Land und zermalme eure Schädel, er möge eure Kinder auf Pfähle spießen und eure Frauen schänden, und ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, auf dass ihr räudigen Hunde ausgelöscht werdet wie räudige Hunde bis auf den Letzten.«

Christian Wulff / Carlo Dippold

 

---Anzeige---