Liebe Leserin, lieber Leser,

jaja, ich weiß, die Deutsche Bahn eignet sich prima als Prügelknabe. Klimaanlagen, Berliner S-Bahn, Verspätungen, unverschämtes Personal – wer lästern will, dem steht eine reichhaltige Auswahl von Stichworten zur Verfügung. Aber die Fairness gebietet es, das Positive nicht unerwähnt zu lassen. Deshalb zitiere ich diese Zeitungsmeldung gern: »Neue Panne bei der Bahn: Weil ein Zugführer einen Stop am Bahnhof Wolfsburg einfach vergessen hatte, kamen Dutzende Reisende und Pendler am Dienstag zu spät. Anstatt um 8:22 Uhr in der VW-Stadt Station zu machen, fuhr der ICE einfach weiter, ließ seine Fahrgäste jedoch nicht am nächsten möglichen Bahnhof raus, sondern brachte sie ins 200 Kilometer entfernte Berlin-Spandau.« Schade nur, dass selbst so klar zu begrüßende Vorgänge noch mit einem hämischen Unterton berichtet werden. Da sind also Menschen, die sich bereits damit abgefunden hatten, den Tag in Wolfsburg verbringen zu müssen, stattdessen fast in eine richtige Stadt gebracht worden, ohne die zusätzliche Strecke bezahlen zu müssen – was gibt es denn da bitte zu meckern? Wenn überhaupt etwas, dann sollte man der Bahn fehlende Konsequenz vorhalten, denn der Halt in Wolfsburg gehört selbstverständlich permanent gestrichen. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für diverse weitere ICE-Halte, die ich den Verantwortlichen an dieser Stelle in einer alphabetisch geordneten Liste zur Verfügung stellen möchte: Bielefeld, Braunschweig, Delmenhorst, Duisburg, Düsseldorf, Frankfurt, Hanau, Hannover, Ingolstadt, Leipzig, Mannheim, Naumburg, Oberhausen, Soest, Stuttgart.

Es geschieht jeden Tag, dutzend-, ach was, hundertfach. Ein unschuldiges Kind, voll arglosen Urvertrauens, wird von seinen Eltern in einen Raum geführt. Dort wartet schon ein harmlos erscheinender »Onkel«. Er wiegt sein Opfer zunächst in Sicherheit, indem er mit verstellter sanfter Stimme beruhigend auf es einredet. Und dann sticht er blitzschnell zu. Die Eltern greifen nicht ein, bringen das Kind, falls es überlebt hat, sogar ein paar Wochen später erneut vorbei, um die Tortur wiederholen zu lassen, die in Szenekreisen unter dem zynischen Euphemismus »Schutzimpfung« (vgl. auch: »Schutzstaffel«!) bekannt ist. Jugendämter und Justiz schauen zu, denn sie sind gekauft von der mächtigen Gesundheitslobby. Doch es regt sich Widerstand. Immer mehr Hebammen beispielsweise beschränken sich nicht mehr auf Geburtshilfe und das Verkaufen von magischen Steinen, sondern beteiligen sich am Kampf gegen die internationale Impfmafia, indem sie werdenden und gewordenen Müttern wieder und wieder ins Gewissen reden, bis diese alle Impftermine entnervt absagen. Und auch ich helfe mit: Allein im letzten Monat habe ich mir über 20 Accounts bei amazon.de angelegt, von denen aus ich fleißig seriöse kritische Literatur (»Impfen - Völkermord im dritten Jahrtausend«) mit fünf Sternen bewerte. Es ist ein Kampf von David gegen Goliath, aber wenn wir alle zusammenhalten, wird Goliath irgendwann an Polio sterben. Mehr über unsere Mission erfahren Sie auf Seite 40.

Erinnern Sie sich noch an Helmut Kohl? Genau, der mit dem Saumagen, der lustigen Aussprache und der lichtscheuen Frau. Und erinnern Sie sich auch an seine Söhne? Nicht? Ach, kommen Sie – der eine hatte doch mal diesen Autounfall, und der andere hat eine Türkin geheiratet, um seinen Vater zu ärgern! Na, klingelt’s? Sehen Sie. Also, das Interessante ist nun, dass der eine von diesen Söhnen ein Buch geschrieben hat, in dem er Helmut Kohl kritisiert, und der andere wohl auch irgendwie Probleme mit dem Vater hat, nicht zuletzt wegen der Geschichte mit der Mutter damals, glaube ich ...
Naja, um ehrlich zu sein: Eigentlich ist das alles überhaupt nicht interessant, genau genommen sogar verdammt langweilig. Aber das sind ja an sich die meisten Themen, die wir hier behandeln, und oft genug kommt trotzdem ein durchaus annehmbares Heft dabei heraus. Also geben Sie sich einen Ruck und lesen Sie den Artikel auf Seite 48; möglicherweise ist er ja gelungen, wer weiß.

Mit ruckartigen Grüßen

xxx
Chefredakteur

 

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