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Randsportarten haben es in Deutschland schwer. Das gilt nicht nur für professionelle Abendspaziergänge, Stierkämpfe und Dart. Um so schöner, dass sich dieser Skizze zufolge in Dresden die Randsportart Volleyball »immer wieder« durchsetzen kann. Die durch das Netz, die im Fachjargon sogenannte »Polizei«, getrennten beiden Spieler stehen sich gegenüber.

Durch die Schilder, die sie hochhalten, lassen sie sich in ihrem Tun nicht weiter stören. Der emporgereckte linke Arm des Spielers links – hier als wohl im Hegelschen Sinne dreifach »›aufgehobene‹ Rechte« bezeichnet – entspricht der rechten »erhobenen Faust« des Schildträgers auf der Rechten.

Erfreulich nicht nur, dass die Randsportart in Dresden wieder zu neuem Leben erweckt wurde, auch die finanzielle Lage scheint dank zweier Sponsoren gesichert: Die Bandenreklame wirbt für »Blinde KZ-Geschichte« auf der linken und für »Blinde Gulag-Geschichte« auf der rechten Seite. Offenbar zwei kleine, ortsansässige Betriebe, was für den Anfang freilich schon nicht schlecht ist. Und wer weiß: Bei einem Aufstieg in eine höhere Liga und mit mehr Interesse des Publikums, winkt vielleicht schon bald das Geld eines großen Hauptsponsors wie Adidas.

Ich jedenfalls wünsche dem Dresdner SC 1898 Volleyball alles erdenklich Gute fürs neue Jahr!
R. Cerne

 

 

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