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Eine widerwärtige Zukunftsvision sehen wir hier dargestellt: Die moderne Reproduktionsmedizin hat sprechende Eier mit Extremitäten hervorgebracht. Was die Wissenschaft jedoch nicht reguliert hat in ihrem Größenwahn, ist der Charakter. Es mag sich bei den Eiern um Supereier handeln, mit denen nicht gut Kuchenbacken ist, doch ihresgleichen behandeln die Eier nicht wie rohe Eier.

Sollten wir über ihr hämisches Verhalten – »Mobbing« würde man heute sagen – hinwegsehen, weil die Eier noch Kinder sind? Oder sind die Kinder nicht vielmehr ein Spiegelei der Gesellschaft? Dann sollte es uns zu denken geben, dass das Wort »Bioei« zum Schimpfwort taugt! Wir sollten uns fragen, ob wir in einer Welt leben wollen, in der das Natürliche als abartig angesehen wird. Im Wort »Biologisch« steckt nicht zufällig auch das Wort »logisch«, mithin also die Logik, die der Schöpfer dort hineingepackt hat.

Schwingt sich die moderne Wissenschaft dazu auf, diese Logik des Schöpfers infrage zu stellen, entstehen Halbwesen wie diese: zweifelhafte Geschöpfe, halb Eiersalat, halb künstliches Weißnichtwas. Die Nationalsozialisten haben mit dieser Art von Eierzuchtgemurkse angefangen. Stellen wir uns nur einmal vor, wie qualvoll diese Eier heranwachsen werden: Werden sie ausgebrütet, verwandeln sich in einer schmerzhaften Metamorphose die Arme in Flügel, die Beinchen in Stelzen und die Eieraugen in Hühneraugen. Werden sie nicht ausgebrütet, landen sie gruppenweise in einer Kartonverpackung und müssen zusehen, wie einer nach dem anderen – schreiend und mit aller Kraft der dünnen Ärmchen das Unvermeidliche nur unwesentlich hinauszögernd – zu Omelett verarbeitet wird.

Lasst uns dieses Horrorszenario verhindern! Lasst uns die Bioeier bewahren! Wenn Gott nicht gewollt hätte, dass wir ungeborene Hühner essen, hätte er schließlich nicht den Salzstreuer erfunden.

S. Lewitscharoff

 

 

 

 

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