meisterwerkeMeisterwerk

 Der äußerst agile Mann, der hier mit heruntergelassener Hose auf einem Panzer kniet und eine körperlich vollkommen deformierte Frau in roten Pumps von hinten beglückt: Es könnte glatt der Geschäftsführer eines Panzerherstellers sein.

Nach »Mähdr... Mäh« verlangt die Penetrierte und meint vielleicht so etwas wie »Mähdrescher«. Denkt sie während des Aktes also womöglich an ein anderes Gefährt, auf dem sie ihre Spielchen treiben könnte? – Den unbekannten Geschäftsführer scheint diese Verwechslung nicht zu stören.

Es ist eine friedliche Szene trotz des kriegerischen Gerätes, auf dem dieser barbarische Akt stattfindet, denn dank der Personen rückt der Panzer in den Hintergrund. Der fähnchenschwingende Mann im Nachthemd hat selig lächelnd auf dem Kanonenrohr Platz genommen, das von einem Büstenhalter verziert wird. Man fühlt sich an alte Hippie-Zeiten erinnert. »Make love, not war!«, will uns die Zeichnung sagen. Lediglich der Bedenkenträger im Anzug trübt ein wenig die lockere Stimmung. Mit streng erhobenem Zeigefinger weist er auf die Risiken dieses Vergnügens hin: Einer der beiden Kopulierenden solle, so meint er, »Ver-ant-wort-ung« für sein Handeln übernehmen und für Verhütung sorgen. Denn bei aller Freude an der Sache sollten sich wirklich nicht alle fortpflanzen, die das auch können.

Die Botschaft des Werkes ist klar: Auch eine Frau, deren linker Arm aus ihrem Oberschenkel wächst und deren Knie eine Art Nippel hat, hat ein Recht auf körperliche Zuwendung durch den Geschäftsführer eines Rüstungsunternehmens. Familienfreundlichkeit und Panzer sind keine Gegensätze!

 

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