meisterwerkeMeisterwerk

Liebe Brüder und Schwestern, es geht um die Wurst! Und den Wein! Vor allem aber um die Wurst, wie sie in diesem Gemälde dargestellt wird. Im Zentrum steht »S’ Worscht un Woi- Lisbeth«. Sie ist keine Geringere als unsere heilige Elisabeth von Thüringen, die im zarten Alter von 24 unbeleckt an einer Fleischvergiftung starb. Sie wird fälschlicherweise oft für den Hungerwinter von 1225/1226 verantwortlich gemacht. Doch als Erfinderin der Aktion »Brot für die Welt«war sie genau das Gegenteil. Warme, duftende Brötchen, auch ihr eigenes, überließ sie freimütig den anderen und verschlang ausschließlich Thüringer Würste jeglicher Größe.

Die Flasche in Bocksbeutelform lässt auf das benachbarte Franken als Herkunftsort des Weines schließen, eine Gegend also, die bekannt ist für ihre ungenießbaren Rotweine. Getrunken wird dieser Wein demnach zur Kasteiung. Was aber hat der rechts im Bild befindliche Zwergenkrieger aus dem heiligen Buch Tolkien getan, um derart hart bestraft zu werden? Hat er entgegen den Geboten seiner Nachbarin Wurst begehrt oder ist es sein grausiges Hemd, das diese harte Strafe rechtfertigt? – Die Feldrede Jesu gibt darüber Aufschluss: »Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin, und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd.« (Lukas 6,29) Den blauen Mantel hat der Erzengel Michael an sich genommen, das Hemd jedoch wollte der gottlose Zwerg behalten.

Doch der rote Wein ist nicht nur Strafe, sondern seit jeher zugleich auch Symbol für das Blut des Erlösers. Wer es trinkt, wird errettet werden. Der auserlesene Nacktarsch des Buben erlöst den, der ihn verzehrt. Die Botschaft des Bildes ist somit eine fröhliche, da sie uns Rettung verheißt. – So lasst uns denn Kinder Gottes werden, die an seinem Tisch sitzen, um des Buben Nacktarsch zu kosten und an seiner heiligen Wurst zu zuzeln. Mit Senf. Amen.

J. Ratzinger

 

 

 

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