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Die Dominanz des FC Bayern München in der Saison 2012/13 war erdrückend. Woher der Erfolg kam? Diese heiter-bunte Foto-Collage entlarvt das Geheimnis des Vereins: Alle folgen, wenn Uli Hoeneß auf seiner Wurstflöte aufspielt. Wie beim Rattenfänger von Hameln laufen dem Geck Uli Hoeneß die Ratten Sammer, Neuer, Mandzukic, Biene Maja usw. hinterher. Es dürfte am Senf auf seiner Wurstflöte liegen, dass Hoeneß als der schärfere Rattenfänger gilt.

Die Parallelen zum Rattenfänger von Hameln sind verblüffend: Auch Hoeneß befreite München erst vom Ungeziefer, und als ihn die Münchner dafür nicht gebührend entlohnen wollten, raubte er ihnen die Kinder – die Jugendarbeit des Vereins gilt nicht umsonst als vorbildlich. Auch trugen die Rattenkinder von Hameln der Legende nach undefinierbare schwarze Mützen mit weißen Augen und Geweihen auf den Köpfen, als sie Hameln in Richtung deutsche Meisterschaft verließen.

Doch warum sich Hoeneß in einer privaten Steuerangelegenheit nun selbst anzeigte, geht aus der Collage nicht einwandfrei hervor. Tat er es, weil er ein absolut reines Gewissen hatte? Die Collage legt nahe, dass es mit einem gelben Sack auf roten Rädern zu tun hat, der Eigentum der Schweiz ist und aus dem Hoeneß zusammen mit einem Wurstgestänge herauslugt. Genaueres zu diesem interessanten Sachverhalt verschweigt das Werk leider.

Wollen wir mit dem Künstler hoffen, dass dies im Gegensatz zur Wurst ein Ende hat und Messi, Reuss und Lewandowski nicht gleichfalls auf den fröhlichen Wurstbläser reinfallen.

C. Daum

 

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