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Da es die aktuelle Politik nicht schafft, den Bürgern die Lage zu erklären, fällt diese Aufgabe der Kunst zu. Vorliegende Collage schafft es unter dem köstlichen Wortspiel »Draghischer €uro«, auf möglichst wenig Raum möglichst viel Information unterzubringen. Aufklärung des Bürgers, die Not tut, damit er sich ein eigenes Bild machen und dann frei gegen den Euro entscheiden kann. Doch nun zu den Fakten:

Zypern, auch der türkische Teil, ist von einem Stacheldraht Europas umgeben, der dafür sorgen soll, dass das russische Geld im Land bleibt, während die rote Bilanzkurve ins Bodenlose fällt. Daneben feiern die griechischen Wutbürger vom Club Med, die fürchten, bald Steuern zahlen zu müssen. Im Zentrum des Geschehens: der frech lachende Zentralbankchef Mario Draghi. Er hat sich einen schicken Frack angezogen, schließlich kann er es sich als Italiener leisten, und reitet damit auf einem Krokodil – freilich nur im übertragenen Sinne. Das Reptil steht für das Europaparlament, die Zähne sind die unproduktiven Südländer, und der Schwanz ist kalt und schuppig.

Und während Merkel mit einer USA-Fahne in der Hand in Onkel Sams Hinterteil steckt, schauen Lagarde und Schäuble dezent weg. Eine EU-Hand – gestützt von einem IWF- und einem EZB-Würfel –, die schützend einen Schirm über die Schnauze des Krokodils hält, so dass es unser hart erwirtschaftetes Geld verschlingen kann, eine Euromünze mit Schwindsucht und eine Kontoplünderungsrechnung – das muss nicht weiter erläutert werden, das versteht jeder.

Damit wird deutlich, dass es nur eine Lösung der Eurokrise geben kann: Deutschland und der Ausländer brauchen verschiedene Währungen!

Prof. B. Lucke

 

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