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Eine alltägliche Szene: Ein Mann, eine Prostituierte und ihr unheimliches Nasentier sitzen in einem Zimmer auf einbeinigen Stühlen und verhandeln die Vertragsmodalitäten. Die Euro-Krise hat den Freier verunsichert: »Kann ich auch mit D-Mark zahlen?«, fragt er. Die Antwort kennen wir leider alle. Er kann nicht, er darf nicht. Aber er wird es bald müssen. Lediglich die Bundesregierung hat das noch nicht eingesehen. Mit seinem Stuhl hat der Freier die Tür versperrt, hinter der sich alle Kassen der Welt befinden. Niemand kommt rein oder raus. Das zeigt: Der freie Markt ist ausgesperrt, so lange diese Frage nicht geklärt ist. So lange herrscht Stillstand.

Das Motto, das quer über die Zimmerecke geschrieben steht (»Ihre Gesundheit – unser Int€r€$$€«), zeigt dem kleinen Mann von der Straße, dass seine Gesundheit nicht mit Dollar- und Eurozeichen geschrieben wird. Mutig stellt er deshalb die Währungsfrage. Wichtige Geschäfte möchte er mit echtem Geld tätigen. Wie lange wird es noch dauern, bis die Regierung, die Nutte der EU, das begreift? Sie hat sich noch nicht geäußert, ob sie wieder die D-Mark akzeptiert. Und so, wie es momentan aussieht, wird sie auch weiterhin schweigen. Doch was von denen zu halten ist, die in dieser Frage nicht eindeutig für die D-Mark Stellung beziehen, ist auch dargestellt: ihnen wurde ins Hirn geschissen.

H.O. Henkel

 

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