meisterwerke

jesseEs gibt Gesetze, an denen könnte man verzweifeln. Wie diese beiden jungen Rammler, denen es von der Politik verwehrt wird, Eltern zu werden.

Doch es gibt auch Gesetze, die scheinen nur auf den ersten Blick grausam, auf den zweiten Blick erkennt man ihre Sinnhaftigkeit, ja geradezu ihr Genie. Auch die beiden Rammler sollten einen zweiten Blick riskieren.

Sie wollen ein, zwei, vielleicht ein Dutzend kleine Karnickel-Eizellen in ein Huhn einpflanzen. Ganz gleich, ob das Huhn dem zustimmt oder nicht: Das Ansinnen des glücklosen Paares wirkt unanständig, mag ihr Kinderwunsch noch so nachvollziehbar sein.

Umso mehr leuchtet die Weisheit des Gesetzgebers ein, wenn man bedenkt, was für Kreaturen in der heutigen vernetzten Welt im Anschluss an dieses Frankenstein-Experiment heranwachsen könnten: kleine, durch den pornografischen Extremismus des Internets stumpfsinnig gemachte Hühnerhasen, die niemals in der Lage sein werden, unsere Rente zu erwirtschaften.

Dass gerade am Fest der Auferstehung wieder auf dieses Thema aufmerksam gemacht wird, ist zu loben, bestünde doch genau in der Auferstehung williger Arbeitskräfte der Ausweg aus der Rentenmisere. Auferweckte Zombies, die unsere Gärten bewirtschaften, unsere Kranken pflegen, unsere Leitartikel schreiben. Dagegen gibt es kein Gesetz.

Das Gesetz der Leihmutterschaft jedoch ist real und hat Auswirkungen auf uns alle. Denn wir müssen in diesem Jahr »eventuell Hasenkacke bunt bemalen«. Womöglich müssen wir sie sogar ausblasen. – Sollten wir da nicht vorher besser alle erwachsenen Tiere essen?
In diesem Sinne: Frohe Ostern!

F. Schirrmacher

 

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