Liebe Leserin, lieber Leser,

ich bin an sich ein friedfertiger Mensch, aber inzwischen ist es auch für mich schwierig geworden, meinen Ärger darüber im Zaum zu halten, wie diese Flüchtlinge fortwährend unsere Gastfreundschaft mit – vermutlich ungewaschenen – Füßen treten. So zuletzt im schönen Clausnitz, wo wohlmeinende Anwohner sogar ein Begrüßungskomitee organisiert hatten, um den Neuankömmlingen die sächsische Willkommenskultur näher zu bringen. Aber anstatt sich höflich zu bedanken, blieben die Damen und Herren Asylanten lieber im Bus sitzen und machten auch noch freche Gesichter. Verständlich, dass ihnen der erboste Chemnitzer Polizeipräsident für dieses unverschämte Verhalten mit Strafanzeigen drohte, was aber wenig überraschend von der gewohnt politisch korrekten Landesregierung verhindert wurde. Anscheinend darf man sich als Flüchtling in diesem Land alles erlauben. Wie lange wollen wir rechtmäßigen Bewohner uns das eigentlich noch gefallen lassen?

Nie war es so schwierig wie heute, im globalen Informationsdschungel die Übersicht zu behalten. Wem kann man vertrauen, wem darf man kein Wort glauben? Besonders schwer fällt vielen Menschen diese Entscheidung im Internet. Dabei gibt es ein einfaches Kriterium, die Vertrauenswürdigkeit einer Website zu beurteilen, nämlich die Endung der Adresse. Hier sind die Regeln:
.de: Deutsche Lügenpresse. Sofort wegklicken!
.com: Angloamerikanisch-zionistische Verschwörerseiten. Wahrscheinlich auch mit Viren verseucht. Am besten gleich den Computer ausschalten!
.fr: Egal, kann eh keiner lesen.
.to oder .ru: Unabhängige, glaubwürdige Informationen. Ausdrucken, auf Plakate kleben und zur nächsten Demonstration mitbringen! Mehr brauchen Sie eigentlich nicht zu wissen. Auf Seite 59 haben wir trotzdem noch ein paar ergänzende Informationen bereit gestellt.

Sagen Sie mal, was halten Sie eigentlich vom Philosophen Peter Sloterdijk? Viele Menschen stimmen ihm ja in der Ansicht zu, dass Transzendenz und Inkarnation symmetrische Vertikalbewegungen seien. Ich bin da eher skeptisch, kann mich aber durchaus mit der Meinung anfreunden, dass die globalisierte Welt als hergestellte Zeitgleichheit ihre Konvergenz in Aktualitäten findet. Auf strikte Ablehnung stößt bei mir allerdings seine These, dass das mitmachende Bewusstsein aufgrund irreversibler Bewusstmachungen reizbar in verlorene Naivitäten blickt. Wo ist denn da die Kompatibilität mit der Kritik der linguistischen Gegenstandskonstitution? Zumal ja das rezessiv isolierte Subjekt … Was sagen Sie? Ich soll endlich aufhören, diesen auswendig gelernten Stuss aufzusagen und zugeben, dass ich kein Wort davon verstanden habe? Niemals! Jedenfalls nicht als erster. Vielleicht geht ja der Autor unseres Artikels auf Seite 22 mit gutem Beispiel voran? Finden Sie es heraus.

Mit transzendenten Grüßen

xxx
Chefredakteur

 

 

 

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