Auslese
Falten im Zentralmassiv - aus Heft 2/2011

Auf eine Cohiba mit Arnold Schwarzenegger

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Wenn Österreicher ihre Heimat verlassen und im Ausland eine politische Karriere anstreben, stellen sich beim friedfertigen Teil der Weltgemeinschaft schon mal die Nackenhaare auf. Als Arnold Schwarzenegger zu Kaliforniens größtem Gouverneur aller Zeiten gewählt wurde, war das anders. Ein Erdbeben der Entzückung rollte von San Diego bis zum Upper Lake, weil nun endlich einer da war, der nicht das übliche Politikergeschwurbel verzapfte, sondern oft genug schon bewiesen hatte, dass man auch mit Halbsätzen seine Endziele erreichen kann. Im Laufe seiner siebenjährigen Amtszeit schmolzen die Hoffnungen jedoch wie eine Titan-Legierung im Hochofen. Nicht einmal neue Highways ließ der Österreicher bauen. Unser Korrespondent Florian Kech traf den scheidenden Gouverneur.

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Der Euro – weich, aber ungerecht - aus Heft 2/2011

beckklAm 1. Januar 2011 unserer Zeitrechnung hat Estland, zusammen mit Litauen und Lettland das größte Land des Baltikums, den Euro eingeführt. Damit ist der Euro um ein weiteres Beitrittsland reicher geworden und zählt jetzt 17 Mitglieder, die den Euro eingeführt haben. Euroland, das Land der Euroländer mit dem Euro, verfügt demzufolge über starke 331 Millionen zahlende Mitbürger, während es zuvor ganze 330 Millionen waren, also vor dem Euroanschluss Estlands, dem 17. Euroland innerhalb Eurolands!

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Rechtschlafend - aus Heft 2/2011

Die Kunst der Juristen besteht darin, selbst einfachste Tätigkeiten so zu verkomplizieren, dass man sich am Ende ohne Hilfe eines Anwalts nicht einmal mehr die Schuhe zubinden kann. Bedenklich vernachlässigt blieb bislang allerdings das Phänomen des Schlafens. Ausgeschlafene Leser ahnen längst: Es wäre unerträglich, wenn sieben Stunden Durchschnittsschlaf juristisch ungeregelt blieben. Deshalb hier die herrschende Rechtsauffassung auf Basis der FDGO:

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Haben wir den Muselmännern was getan? - aus Heft 1/2011

terror-ehrtkl»Mutter!«, sage ich. Nein – jetzt und in der Stunde höchster Not sage ich, wie einst in frohen Kindertagen: »Mutterle!«
Totenstill ist’s in der Siechenstube. Nur die Toilettenspülung leckt. »Mutterle!«, sage ich, und es will mir schier das Herze brechen. »Ich weiß schon, Junge«, flüstert sie, »ach, wie hab ich mir gewünscht, dass du nicht vor mir …« Usw.
Mannhaft trete ich hinaus, ohne mich noch einmal umzublicken. Feindbösige Nachtluft schlägt mir entgegen. Sie schmeckt nach Krieg und riecht nach sogenannten echten Thüringer Rostbratwürsten. Es ist der Weihnachtsmarkt. Karussells plärren, Losbudensirenen jaulen, Kinder greinen – doch wir hören es nicht. Stumm, mit früh gealterten Gesichtern stehen wir im Eiswind und halten je einen Becher Glühwein in den Händen. Es ist seit Langem (seit den Bomben auf Berlin) ein besonderer Becher. Es ist der Becher der Besonnenheit!

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Ich bin nur eine Blondie - aus Heft 1/2011

Zum Tee bei Kristina Schröder

hennikleinFrau Schröder, wir haben mal einen Blick in Ihre Abitur-Zeitung geworfen ...

O Gott, jetzt kommt’s …

Nein, gar nicht. In der Abi-Zeitung ist alles o.k. – einen schicken Rock tragen Sie darin übrigens – aber Ihr Tagebuch, welches uns zugespielt wurde, gibt doch recht intime Details preis ...

Wie peinlich, fremde Männer im Besitz meiner privaten Aufzeichnungen ... Hoffentlich ist meine Handschrift gut lesbar?

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