Auslese
Fukushima, mon amour - aus Heft 5/2011

glklEs war ein Fanal: »Wir können uns das nicht länger untätig mit ansehen «, sagte Jürgen Großmann Anfang April 2011 auf der legendären Pressekonferenz, die dem seit Beginn des Industriezeitalters zweifellos spektakulärsten persönlichen Einsatz deutscher Wirtschaftskapitäne vorausging. »Da in Fukushima riskieren Unschuldige ihr Leben, während wir, die Schuldigen, hier ganz gemütlich Däumchen drehen. Das darf nicht sein! Als Vorstandsvorsitzender der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke habe ich nicht schlecht an der Atomkraft verdient. Wie jedermann bei Wikipedia nachlesen kann, wird mein Privatvermögen auf rund 1,35 Milliarden Euro beziffert, und das ist noch untertrieben. Aber jetzt schlägt meine Stunde!«

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Aufstand im Zwergenland – aus Heft 5/2011

aufstandAm siebenten Schöpfungstag dachte der liebe Gott bei sich: Herrgott, jetzt schöpfst du hier schon eine geschlagene Woche vor dich hin –Harzer Käse, Steuerberater, Mundgeruch und eine ganze FDP hast du bereits geschöpft, jetzt ist aber auch mal gut! Und er überlegte, wie er wohl mit dem ewigen Neuerschaffen aufhören könnte. Bald fiel es ihm ein, denn er war nicht nur allwissend, sondern auch all einfältig. Seine Rechte als Arbeitnehmer waren bedroht! Weder hatte er gesetzlich geregelte Schöpfungszeiten, noch gab es einen Flächenschöpfungsvertrag! Da blieb ihm nur eine Lösung: Er musste eine Gewerkschaft gründen.

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Wir finden den Gaddafantastisch! - aus Heft 4/2011

gaddafantastischNörgler, Neider, Niederschreiber: Einfach mal die Klappe halten!







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Die Dissoziation des Oberbefehlshabers - aus Heft 4/2011

dissoklNoch bleibt das Militär neutral und verzichtet auf eine gewaltsame Durchsetzung des Doktortitels ihres ehemaligen Oberbefehlshabers. Sollte es sich einmischen, könnte es noch in absehbarer Zeit Tausende tote Wissenschaftler geben. Diese hatten Anfang März mit friedlichen Massendemonstrationen im Feuilleton den selbstgerechten Militärchef gestürzt. Aber im Internet, das schon die Revolution in Tunesien entschieden hat, regt sich Widerstand gegen die Akademiker.

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Schwarz ist das neue Trallala - aus Heft 4/2011

trallalaklDie Fans gefühlsechter Sangesdarbietungen mit Kiwi-Lemon-Aroma reiben sich die vor Rührung ertrübten Augen: Zwischen den Zombis, die sie seit früher Jugend begleiten – Peter Kraus, Nicole, DJ Ötzi und »Manchmal möchte ich schon mit dir«-Roland Kaiser –, erblickt eine unheimlich schwitzige Glatze das Rotlicht der Kameras. Wer ist der Mann, denn einem solchen gehört dieselbe, im Outfit von Herrn Kaiser – nicht dem Roland, sondern dem von der Versicherung? Der, umspielt von giftigen Dämpfen aus der Nebelmaschine und von einer solchen namens »Carmen« launig angekündigt als »Der Graf« von »Unheilig«, Unheimeliges zum Besten gibt und dabei mit dem Armen rudert, als tummelten sich aasliebende Schadinsekten in seiner Kluft?

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