Auslese
Jetzt auch mit Schrankenmaut! - aus Heft 12/2010

Nu12-10-schrankekln ist es raus: Rüdiger Grube lässt die Preise steigen, da der ganze Quatsch in Stuttgart ja irgendwie bezahlt werden muss. Intern bekennt er sich zu dem Motto: »Als Bürger demonstrieren – als Kunde zahlen!« In der DB-Zentrale kursieren bereits Entwürfe von Bahntickets mit den neuen Preisen, die den Aufdruck »Bedankt euch bei den Schwaben!« tragen. Andererseits plant Grube eine Serviceoffensive, die alle künftigen Proteste im Keim ersticken soll. Wir haben die Fakten!




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Immer diese Kims - aus Heft 12/2010

kim il jenniferDer Genosse Kim Jong Il war der fleißigste Samenspender der kommunistischen Hemisphäre

Man kennt sie, die nordkoreanische Sippe der Kims, die seit Menschengedenken regiert, und man kennt sie doch nicht. Denn was weiß man schon, wenn man alles flüchtig Angelesene rekapituliert? Zum gehobenen Halbwissen gehört die Tatsache, dass der gottgleiche Diktator Kim Il Sung von seinem chronisch missgelaunten und gemütskranken Sohn Kim Jong Il beerbt worden ist, der nun wiederum von seinem gut herausgefütterten, militärisch gedrillten und penetrant miesepetrig dreinschauenden Sohn Kim Jong Un beerbt werden soll. Was für ein Name! Doch er passt vorzüglich: Un.

Wenn irgendeinem Staatsmann auf der Welt der Name Un in das Gesicht geschrieben steht, dann ist es Kim Jong Un. Noch unner als Un kann man nicht sein: Mit seinem stechenden Blick, dem satten Backenspeck und einer Gesamtvisage, die den geborenen Unterzeichner summarisch gefällter Todesurteile verrät, gibt Kim Jong Un sich der Öffentlichkeit unfreiwillig als jemand preis, der so gut wie alles ist, was mit un- beginnt: ungehobelt, ungeschlacht, ungeduldig, unsouverän, unbeliebt, unhöflich, ungeil, unbarmherzig und unbeschreiblich oder sogar unaussprechlich uncharmant.

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MBS oder MSP? - aus Heft 10/2010

goebbelsEs ist ein dunkler, kalter Freitagabend in Berlin. Seit Wochen regnet es ununterbrochen, und auch sonst steht es schlecht um die Republik. Zwölf Männer und eine Frau haben sich im Keller eines schmucklosen Einfamilienhauses zu einem konspirativen Treffen verabredet. Im Raum verteilt stehen
»Ich find’s nicht gut, dass die hier ist«, sagt einer der Männer und deutet auf die einzige Frau in der Runde. »Frauen sollten auf ihre Kinder aufpassen. Das ist nicht gut so. Gar nicht.« Manche nicken, die meisten aber rühren sich nicht. »Gott merkt sich solche Äußerungen«, ätzt die Frau und blättert dann wieder in ihrer Bibel.
Die Not hat diese Menschen im Keller zusammengeführt – Ausgestoßene, Aussätzige, aber auch solche, deren innerer Trieb, sich zu profilieren, einfach zu groß ist, als dass sie in diesem Moment woanders sein könnten.

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Wulff - Jetzt zeigt er sein wahres Gesicht - aus Heft 11/2010

Der Terror-WullfAllgemein wird angenommen, der Posten des Bundespräsidenten könne problemlos und zur größeren Belustigung des Volkes mit einem Schimpansen oder einem anderen knuffigen Wesen aus Fauna oder Flora besetzt werden. Doch Christian Wulff hat gezeigt, dass zum höchsten Amt mehr gehört als ein allgemeinkompatibles Äußeres und lustige Affenlaute. Er stieß in seiner Rede zur Deutschen Einheit eine Debatte zur deutschen Leitkultur an, wie es sie seit fast drei Monaten nicht mehr gegeben hat. Einem Schimpansen, einem Nasenbär oder einer animierten Steckrübe wäre das kaum gelungen. Christian Wulffs erste große Ansprache, die er im ehemaligen »AWD Dome« – benannt nach der Firma seines Kumpels Maschmeyer – hielt, löste im Volk Empörung aus. In einer mehr als repräsentativen Umfrage im Internet gaben zwei Drittel der Teilnehmer an, mit dem Inhalt der Rede des Bundespräsidenten nicht einverstanden zu sein. Hier und da wurden erste Stimmen laut, Sarrazin oder eben ein drolliger Waschbär wären der bessere Präsident gewesen. Um den massiven Unmut der Bürger zu verstehen, muss man die Rede Wulffs genauer betrachten. Seine zutiefst ketzerische Rede bedarf einer Interpretation, die wir hier anhand der niederträchtigsten Textstellen liefern wollen.

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Der Untergang des Schwabenlandes - aus Heft 10/2010

weidnerSie haben das Automobil, den Hosenträger und Jürgen Klinsmann erfunden, wurden weltweit bewundert und gefeiert für ihren Pioniergeist. Doch binnen weniger Wochen haben die Schwaben ihren guten Ruf auf dem Schlachtfeld des Stuttgarter Hauptbahnhofs geopfert und sind nun der Inbegriff für Technikfeindlichkeit und bürgerlich-dekadenten Vandalismus. Angewidert blickt der vernunftbegabte Rest der Republik auf den schwäbischen Patienten, der im Begriff ist, dem Standort Baden-Württemberg ein für alle Mal den Stecker zu ziehen, was uns freilich nicht weiter jucken müsste, stünde damit nicht zugleich die hehre Idee des Fortschritts per se auf dem Spiel. Und so behält jener unbekannte badische Dichter vielleicht doch recht, der – kurz bevor er an seinen Kässpätzle erstickte – anno dunnemals mahnte: »An Schwabens Wesen wird die Welt verwesen.«

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