Auslese
Dünn, dick, tot - aus Heft 7/2011

fischerklEs ist ein berührender Film. Zu Beginn sitzt der Protagonist noch im Gefängnis, später kommt alles anders. Er stählt seinen Körper durch Sport, wird entlassen und schließlich von seinem Land beauftragt, aus humanitären Gründen in den Krieg zu ziehen. Dort angekommen wird alles niedergemäht: Kopfschuss, Bauchschuss, Sockenschuss. Joseph Martin Fischer sitzt im Kinosessel und verdrückt vor Ergriffenheit einige Tränen. »Rambo II ist sehr bewegend«,schluchzt er. Da könne er direkt ein Stück weit mitfühlen, gibt er zu Protokoll, bevor er in selbiges schnäuzt.

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Was meint Graf Eucharius Casimir? - aus Heft 7/2011

Noch schöner als Fraueneishockey ohne Bodycheck und mit Gesichtsschutz ist Frauenfußball. Frauenfußball – das eingelöste Versprechen, hier und jetzt, unter unser aller Sonne, dass die Welt ihrer Vervollkommnung entgegenstrebt, dass sich der Homo sapiens zum sanftmütigen, rücksichtsvollen Wesen entwickelt. Frauenfußball ist gelebte Ernst Blochsche Utopie, ist die endgültige und irreparable, Quatsch: irreversible Durchsetzung der Prinzipien der großen Französischen Revolution, ist die Synthese aus kantscher Sittlichkeit und antikisch-neomoderner Grazie, ist, um nicht länger damit hinterm Berg zu halten: einwandfrei tipptopp und bombengerade enorm prima.

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Ilse Aigner will sich rasieren - aus Heft 7/2011

Berlin, 22. Juni 2011. Angela Merkel steht vor dem Holocaust-Mahnmal und schreit laut in ihr Handy. Wolfgang Schäuble improvisiert vor dem Hauptbahnhof auf einer Akustikgitarre und schnorrt wahllos Passanten an. Auf dem Schiffbauerdamm schrammt Roland Pofalla immer wieder mit seinem Segway an parkenden Autos entlang. – Wer an diesem Tag durch Berlins Regierungsviertel schlendert, kann viele derartige Szenen beobachten.

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Das liberale Luder - aus Heft 6/2011

koch-mehrinklEs ist schwer, dieser Tage überhaupt an Silvana Koch-Mehrin heranzukommen. Ihr Pressesprecher kümmert sich zwar um alle Anfragen persönlich, dennoch hört man abseits seiner freundlichen Distanziertheit die Trauer, wenn er zum Abschluss des Telefonats sein abschlägiges Bitte-sprechen-Sie-nach-dem-Piepston in die Telefonmuschel seines iPhones raunzt.

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Millionen Sessel für Blingbling - aus Heft 6/2011

BlingblingDing Blingbling rührt mit aller Kraft in seinem Caffè Shakerato, so dass das Glas zu zerspringen droht. Immer wieder schauen andere Gäste des Cafés in der Passauer Innenstadt zu dem alten Mann herüber. Aber Blingbling lässt sich nicht stören in seinem Furor. Er ist wütend auf die chinesische Regierung und deren Umgang mit dem Künstler Ai Weiwei.

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