Auslese
Zarte Hände, starke Worte – aus Heft 4/2013

gauckEin Jahr Gauck: So lang ist es schon wieder her, seit der kräftige Wind der Freiheit den ungewaschenen Joachim Gauck ins Schloss Bellevue blies. Seitdem hat sich der Pfarrer geduscht, die Nägel gereinigt und wacker geschlagen. Die Grundanforderungen an das Amt meisterte er mit Bravour: Unterarm leicht anwinkeln, Finger ausstrecken, zugreifen und in angemessener Geschwindigkeit das Oberarm-Ellen-Gelenk beugen und strecken, loslassen, Finger ausstrecken – dabei nicht pupsen, jedenfalls nicht laut! Viele Staatschefs schwärmen von Gaucks feingliedrigen Palmolivfingern und dem leicht fettigen, jedoch angenehm qualligen Händedruck. Auch das Volk ist begeistert: »Der Achim«, wie ihn nennt, wer ihn berühren durfte, ist in der Kategorie »Männer mit Bügelfalte« beliebter als Lanz und fast so beliebt wie Blacky Fuchsberger.

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Merkels Angstgegner – aus Heft 4-2013

Nach dem überwältigenden Wahlerfolg der Partei des Komikers Beppe Grillo in Italien, ziehen nun deutsche Spaßmacher nach und gehen ebenfalls in die Politik.

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In den Schnee legen und erfrieren – aus Heft 3/2013

Die Professoren Sauberbruch, Semmelweis (»der Retter der Mütter«), Robert Koch oder der Dopingarzt Fuentes – das waren/sind Genies, die der Menschheit im Gedächtnis bleiben werden. Jetzt könnte eine medizinische Koryphäe im Reich der Götter (in Weiß) hinzukommen – Michael Linden, 64, Psychiater, der Mann, der die Revolutionswunden stillt.

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Die Pfeifen Gottes – aus Heft 03/2013

Pfeifen GottesDie Figur des Schiedsrichters verdankt ihre Existenz der Einsicht, dass ein Sportwettkampf auch anders enden kann als durch den Tod des Verlierers. Eine durch und durch begrüßenswerte Einrichtung, denn dadurch sind auch leistungsschwächere Athleten mehrfach verwendbar.

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Gestatten: Bahr, Daniel Bahr! – aus Heft 2/2013

Daniel BahrMit einem waghalsigen Hechtsprung durch die Scheibe seines Bürofensters weicht Daniel Bahr im allerletzten Moment dem Kugelhagel aus. Er landet auf dem Balkon zwei Stockwerke tiefer, rollt sich ab und schnellt auch schon im selben Augenblick wieder hoch, um sich die Krawatte zu richten. Er streicht sich mit einer lässigen Handbewegung einige Glassplitter aus dem Maßanzug, den Mutti ihm zur Firmung gekauft hat, und klettert mit unvorstellbarer Geschwindigkeit an der Fassade nach unten, wo er einen Mann aus dessen BMW zerrt, sich hinters Steuer setzt und einem Geländewagen hinterher rast, an dessen Rückscheibe ein großes »Eilige Medikamente«-Schild prangt.

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