Auslese
Vielfältige Lebenssachverhalte – aus Heft 07/2013

Bach»Der Junge, der in Sport und Turnen zu einer eisernen Abhärtung gebracht wird, unterliegt dem Bedürfnis sinnlicher Befriedigung weniger als der ausschließlich mit geistiger Kost gefütterte Stubenhocker. Er hat kein Recht, in diesen Jahren müßig herumzulungern, sondern soll nach seinem sonstigen Tageswerk den jungen Leib stählen und hart machen, auf dass ihn das Leben nicht zu weich finden möge.« – So oder so ähnlich hätte der Passus lauten sollen, der nach Meinung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und seines Präsidenten Thomas Bach den Sport im Grundgesetz verankern soll.

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Behinder statt Inder – aus Heft 07/2013

Behinder statt InderDer Softwaregigant SAP hat angekündigt, ab sofort nur noch Autisten einzustellen. Damit hätten Millionen Betroffener allen Grund zum Jubeln, wenn sie bloß nicht so schrecklich autistisch wären! Vom neuen Personal verspricht sich der Konzern einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

 

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Feldherrenputsch der Professoren – aus Heft 06/2013

LuckeVor einer echten Wahl-Alternative standen die Deutschen in der jüngeren Geschichte nur einmal – bei den Reichstagswahlen im Frühjahr 1933 wünschten sie sich eine Diktatur herbei. Bei den Volkskammerwahlen 1990 hatten immerhin die DDR-Deutschen noch einmal die Chance, von heute auf morgen das System zu wechseln – sie wählten den Kohl-Kapitalismus anstelle des Pfaffen-Sozialismus der DDR-Sozialdemokraten (doch wäre es auf das Gleiche hinausgelaufen). Acht Jahrzehnte nach Adolfs Achtungserfolg, der kürzlich in allen Medien gebührend gefeiert wurde und das Gesichtshaarmodel zur beliebtesten deutschen Fernsehfigur werden ließ, dürfen die Deutschen nun noch einmal zuschlagen. Und zwar gründlich! Obwohl – oder weil – die Kanzlerin sich für »alternativlos« hält. Aber sind die Fußstapfen des Führers für Bernd Lucke nicht doch ein bisschen zu groß?

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Der tiefe Fall des Jesus vom Tegernsee – aus Heft 6/2013

WurstlDer Schmerz nagt mit spitzen Zähnen an Uli Hoeneß’ zarter Seele wie ein Greis an einer HoWe-Wurstwaren-KG-Rostbratwurst. »Ich schlafe sehr schlecht, ich schwitze sehr viel in der Nacht«, gestand der Paria unter den Multimillionären in einem Zeit-Interview. Wenn er dann in der feuchten Bettwäsche die Augen aufschlägt, ist sie immer da: die Furcht, eingenässt zu haben. Doch dies ist nicht seine einzige Qual, denn er wälzt und wälzt sich: »Ich wälze und wälze mich. Und dann wälze ich mich noch mal.«

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Feiner Kacken – aus Heft 5/2013

Feiner KackenAusgerechnet Thomas de Maizière, Muttis wandelnder Waffenstillstand, der Augentrost aller alterssentimentalen Militaristen (sein Papa, der Ulrich, hat mit dem GröFaZ Adolf in der Wolfsschanze am Lagetisch gefachsimpelt)! Bei der Truppe hat der verschissen, und zwar bis in alle Zeiten. Bei den Kameraden heißt er nur noch »der Linienscheißer«. Ein Wort, das schon unsere Urgroßväter im Felde gebrauchten. Bei Ernst Jünger (In Stahlgewittern) heißt es: »Der Kompaniefeldwebel war ein rechter Linienscheißer. War er zu faul oder fuhr ihm die Angst ins Gedärm? Jedenfalls benutzte er nie die doch hinlänglich solide gezimmerte Latrine, die nach fünfzig Metern zu erreichen war, sondern schiss gleich hinter den Graben.«

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