Auslese
Nazis nicht nötig – aus Heft 10/2013

Deutschland hatte 2012 den höchsten Bevölkerungszuwachs seit dem Anschluss der Ostgebiete zu verzeichnen. Vielleicht sind die Deutschen ein totes, vielleicht ein scheintotes Volk – aber ein sterbendes sind sie nicht! Zu verdanken ist das Wachstum des Humankapitals jedoch nicht jungen, fertilen Frauen, auch nicht Alten, die das Leben nicht lassen wollen, bevor nicht das letzte Stück Bienenstich im Pflegeheim genossen ist. Zu verdanken ist das allein Deutschlands gutem Ruf in der Welt. In Grosny beispielsweise erzählen die Mütterchen auf der Uliza Putina einander, dass man, so man Frank - furt/Oder lebendig erreicht, ein Stück Land in der Uckermark geschenkt bekommt, und wenn man im zweiten Sommer sein Kartoffel-Abgabesoll erfüllt, dann auch die Staatsbürgerschaft und eine Kuh.

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Gustl-Gate – aus Heft 9/2013

Gustl-GateFür die einen ist er ein Held, für die anderen der fränkische Nelson Mandela. Der Fall Gustl Mollath hat gezeigt, wie differenziert in Deutschland inzwischen über Schauprozesse diskutiert werden kann. Unter den Milliarden von Menschen, die sich allein in Bayern der Facebook-Initiative »Free Gustl«, der Süddeutschen Zeitung und anderen Fanforen angeschlossen haben, wurde in bemerkenswerter Sachlichkeit analysiert und kommentiert, frei von jedweden vorschnellen Urteilen zur »himmelschreienden Tragödie des zu Unrecht Zwangspsychiatrierten«. Und wer selbst nach seiner Freilassung noch an seiner Unschuld zweifelt, wie die bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk, »die alte Blunzn«, hat vom Mollath-Mob nichts zu befürchten.

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Der Proporzer – aus Heft 9/2013

hapeklMan muss Hans-Peter Friedrich zugutehalten, dass er das alles gar nicht gewollt hat. Im oberfränkischen Naila geboren zu werden, ist nichts, was man sich freiwillig aussucht. Und doch ist seine Herkunft die einzige Leistung, die ihn zum Bundesinnenminister qualifiziert.

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Die Verwandlung – aus Heft 8/2013

 

Die VerwandlungAls Guido Westerwelle eines Morgens erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Diplomaten verwandelt. Er versuchte mit seinen Zappelbeinchen zu wackeln, an deren Enden, unter den Sohlen seiner Füße, einst »18 %« stand. Jetzt waren sie würdevoll und bleiern. Sein Kopf wurde von einer riesigen, ernsten Brille herabgedrückt und lastete schwer auf dem Kissen.

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Vielfältige Lebenssachverhalte – aus Heft 07/2013

Bach»Der Junge, der in Sport und Turnen zu einer eisernen Abhärtung gebracht wird, unterliegt dem Bedürfnis sinnlicher Befriedigung weniger als der ausschließlich mit geistiger Kost gefütterte Stubenhocker. Er hat kein Recht, in diesen Jahren müßig herumzulungern, sondern soll nach seinem sonstigen Tageswerk den jungen Leib stählen und hart machen, auf dass ihn das Leben nicht zu weich finden möge.« – So oder so ähnlich hätte der Passus lauten sollen, der nach Meinung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und seines Präsidenten Thomas Bach den Sport im Grundgesetz verankern soll.

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