Auslese
Er will es doch auch – aus Heft 11/2016

Er will es doch auchJung, urban, bunt, mit einer Prise der gesellschaftlichen Vorstellungen von 1950 – so wünscht sich die CDU ihre Mitglieder. Aber die Basis tut sich schwer mit diesem Anforderungsprofil: Schnell mit dem SUV zum Biomarkt fahren, einen glutenfreien Rettich für die vegane transsexuelle Afro-Inuit-Gattin und das laktoseintolerante Adoptivkind aus Neuschwabenland kaufen, bevor man wieder aus Furcht vor einer Invasion des russischen Bolschewismus am heimischen Luftschutzbunker weiter werkelt – viele fühlen sich von solch einem Lebensstil überfordert. Das zu ändern ist die Aufgabe des CDU-Generalsekretärs Dr. Peter Tauber. Er versprüht jugendlichen Charme, hört die Sportfreunde Stiller genauso gern wie die erste Strophe der Nationalhymne und sieht für einen CDU-Politiker unverschämt mittelmäßig aus! Doch wie tickt der Mann genau?

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Nazis unter Palmen – aus Heft 11/2016

Lutz Bachmann sitzt fest im Sattel. Sein Muli folgt ihm aufs Wort, manchmal nickt es sogar zustimmend mit dem Kopf, wenn er etwas sagt. Zu Maultieren hatte der Pegida-Chef schon immer einen guten Draht.

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Der Bademeister – aus Heft 10/2016

Der BademeisterDer zweite Mann im Staate zu sein, ist eine hohe Ehre und kann eine schwere Bürde sein.
Eine hohe Ehre – wenn es nicht gerade der Zwergstaat Andorra in den Pyrenäen ist, der vielleicht nur zwei Männer hat und noch eine(n), die (der) sich nicht recht entscheiden kann, oder ein Gemeinwesen auf den Seychellen, das wegen seines Briefkastens in der Welt der Banken berühmt ist. Schlecht ist auch, wenn der Staat, dessen zweiter Mann man aufgrund ungünstiger historischer Verläufe geworden ist, auf die Anklagebank gehört und der erste Mann im Staate ein heißes Bad mit Eva im Garten der Reichskanzlei genommen hat.

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Mit Vollgas ans Kuchenbuffet – aus Heft 10/2016

»Hoppala. Na, was war das denn jetzt?« Frau Dr. Schumi blickt irritiert auf die junge Frau, die zu ihren Füßen liegt und aus den Ohren blutet. »Da hätte es eigentlich den betrunkenen Radfahrer erwischen sollen.« Laut ruft sie in ihr Funkgerät: »Den ›Nietzsche‹ mal bitte zu mir!« Kurz darauf hält ein Audi neben ihr, während die junge Frau von Sanitätern versorgt wird.

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Der Sicherheitshugenott – aus Heft 9/2016

demaiziereEin Morgen in Deutschland. Als Staatsbürger mit reinem Gewissen, der nichts zu verheimlichen hat, steht man auf und beginnt den Tag mit einem Toilettengang. Andächtig sitzt man auf dem Klo und singt – die eine Hand aufs Grundgesetz gelegt, die andere auf der gerahmten Bundeskanzlerin – die Nationalhymne. Um sich nicht verdächtig zu machen, hat man selbstredend die Tür nicht verschlossen und die Gattin, ihre Mutter und seinen zuständigen Fachbearbeiter beim Finanzamt vom eigenen Vorhaben in Kenntnis gesetzt. Klar, hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben, dennoch kann man davon ausgehen, dass, während man selbst unbekümmert die BRD genießt, die Dienste und alle anderen sicherheitsrelevanten Institutionen ihr Möglichstes tun, um zu verhindern, dass gerade in diesem Moment internationale Terroristen oder der Geist-der-jedem-der-zu-lange-scheißt-von-unten-in- die-Eier-beißt ihre diabolischen Pläne in die Tat umsetzen können. Diese Sicherheit haben wir vor allem unserem Innenminister Karl Ernst Thomas de Maizière zu verdanken.

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