Auslese
Geschrei ohne Ball – aus Heft 5/2014

KloppoAls Jürgen Klopp 1967 trotz massiven Gegenpressings geboren wurde, war er vom Anpfiff weg voll konzentriert. Sein Ehrgeiz war geweckt. Er winkte den Arzt nah an sein zu einer Grimasse verzerrtes Gesicht und schrie ihn an, dass er auf diese Scheiße hier überhaupt keinen Bock habe. Eine Geste, die authentisch schien und Ehrlichkeit, Emotionalität und Lockerheit ausstrahlte. Seinen Eltern war er damit auf Anhieb sympathisch, und so verhalfen sie ihm zu einem Werbevertrag mit Baldriantropfen.

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Krake im Gezeitentümpel – aus Heft 5/2014

Es ist Krieg! Und er ist besonders schlimm, weil er kalt ist. Stand der Russe früher auf unserem Boden, so gräbt er sich nun in unsere Herzen. Mit der ihm eigenen dämonischen Boshaftigkeit will er unsere Liebe gewinnen und uns gefügig machen. All das kraft seiner bezaubernden Worte und seiner geschmeidigen Bärenzunge, die uns sanft den Nacken leckt. Leider scheint er mit dieser billigen Masche Erfolg zu haben. Denn laut einer TNS-Umfrage äußern 55 Prozent der Deutschen »viel oder etwas Verständnis dafür, dass Kremlchef Wladimir Putin die Ukraine und besonders die Krim als Teil der russischen Einflusszone betrachtet«.

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Helene, nicht von dieser Welt! – aus Heft 4/2014

HeleneHelene Fischer ist perfekt. Strahlend schön, mit einer Stimme wie Sphärenklang, die sogar von Haus aus dumpfe Schlager wie das Bachsche Air hell erklingen lässt, und einem Charme, dem kein menschliches Wesen widerstehen kann. Ihre Zähne funkeln wie glasierte Tafelkreide, ihre Haut ist so glatt wie eine Wachstuchdecke. Nicht ein Härchen sprießt ihr aus der Nase, nie stockt auch nur ein Tröpfchen Schweiß in ihrer noch immer quasi jungfräulichen Achselhöhle, und es gibt keinerlei Beweis, dass sie jemals eine Toilette benutzt hat.

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Zum Stehlen geschaffen, zum Klauen bestellt – aus Heft 4/2014

Zum Stehlen geschaffen, ...Wie korrupt sind nach Adam Riese unsere deutschen Politiker, und wenn ja, warum denn auch nicht? Wer unter dem Wahlvolk seine wirklichen Empfindungen an die Oberfläche lässt, muss doch zugeben, dass er nicht mit wohlfeil schmeckender Empörung, sondern von A bis Z angefüllt mit Spannung, Befriedigung und Wohlbehagen die jüngsten Entwicklungen dieses Sektors verfolgt hat. Kaum war die meterhohe Freude am Casus Eckart von Klaeden (Kanzleramt c/o Daimler AG) verpufft, fütterte der Fall des Ronald Pofalla, der von seinem jahrelangen Wohnsitz unter Angela Merkel zügig in den Vorstand der Deutschen Bahn umzuziehen gedachte, die Flamme der Begeisterung von Neuem.

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Phantasie in Tarnfleckhose – aus Heft 3/2014

Barbara HennigerWie eine Bombe, was sonst? Wie eine Bombe in den Freizeitpark Soltau oder aufs Tempelhofer Feld bei Frühlingssonne hat die Nachricht eingeschlagen, dass der vom deutschen Volke mehrheitlich verehrte Herr Bundespräsident dem Kriege nicht länger abhold sei, und zwar von jetzt auf gleich und ganz generell. Er scheint es plitzplautz gefunden zu haben – das Thema! Das Thema seiner Amtszeit, nach welchem die Subalternen im Bundespräsidialamt fiebrig und überstundig suchten wie andere nach dem Goldenen Vlies oder dem Bernsteinzimmer.

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