Auslese
Sigmar sinniert sanft seinen Sack schaukelnd – aus Heft 5/2015

Sigmar sinniert ...Sigmar Gabriel wachte auf und fühlte sich sofort behaglich – ein putziger Wombat im gepunkteten Pyjama. Er überlegte kurz, ob er es mit seinem Selbstbild als seriöser Staatsmann vereinen konnte, sich eine ausgiebige Sackmassage zu verpassen. Dann langte er zu und sinnierte genussvoll grunzend vor sich hin: Was war nur mit den Deutschen los? Warum waren sie zunehmend so sauertöpfisch, übermoralisch und parteipolitikverdrossen? Immerhin durften sie ihre Volksvertreter frei wählen, anders als die Menschen in Saudi-Arabien. Dort lag Sigmar gerade in einem schicken Einzelzimmer des Radisson Blu. Großzügig waren die Saudis, keine Frage, aber in ihren Minibars fehlte es zwischen Fanta und Frizzelwasser eindeutig an Pils und Piccolo. Und den Deutschen fehlte es zunehmend an Sektlaune.

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Sabotage mit Spunzen und Schnageln – aus Heft 5/2015

Wie der Weltpresse in Berlin und Umgebung zu entnehmen war, wurde in der Nacht zum 3. März 2015 der Neubau des Bundesnachrichtendienstes von einem Wasserschaden überwältigt. Mehrere Etagen wurden flächendeckend ertränkt, als sich 10 000 Liter unverdünnt in alle Himmelsrichtungen ergossen. Der EULENSPIEGEL sprach wenige Wochen nach dem Unglück sofort mit Klempnermeister Heinz Ducke, Sprecher der Berliner Klempnerinnung in der Installateursvereinigung Brandenburg der Norddeutschen Handwerkskammer Deutschland.

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Seriööööös! – aus Heft 4/2015

Detlev KleberAlle kennen Claus Kleber als den seriösesten Nachrichtenmann der Welt. Doch wie ist dieser adrette Vollblutjournalist wirklich, über den Mahmud Ahmadinedschad gesagt haben soll, er sei der gefährlichste Mann im deutschen Fernsehen? Zunächst ein paar Fakten: Dr. iur. Claus-Detlev Walter Kleber wird 1955 am Rand der Metropolregion Stuttgart als Klaus-Detlev Walter Kleber geboren. Die Hebamme versucht, ihm mit mehreren Klapsen erste Lautäußerungen zu entlocken, doch erst als man einen Teleprompter hereinbringt, auf dem in großen Lettern »Rabääähääähäää! « zu lesen ist, erklärt der kleine Klaus, dass ein Top-Journalist seine Emotionen zwar nicht verstecken, sie aber auch keinesfalls herausschreien dürfe. Vielmehr gelte es, Distanz zu wahren oder – da dies für einen emotionalen Menschen wie ihn vollkommen unmöglich sei – zumindest beim Publikum diesen Anschein zu erwecken.

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Nichts geht ohne unser Wir – aus Heft 4/2015

Der Printjournalismus hat es nicht leicht. Nicht jeder wird so von den Lesern gehätschelt wie die Satiremagazine, die locker mal sieben Millionen Exemplare einer einzigen Ausgabe verkaufen, dank geschickter Eigenwerbung, die keine Opfer scheut. Aber die anderen haben es schwer, nicht mal wenn sie sich erschießen ließen, würde das was bringen. Die Papierpreise! Die Versandkosten! Die Spitzenhonorare der Edelfedern! Aber schuld ist natürlich das Internet. Das hat alles kaputt gemacht. Nur die Speerspitze des Qualitätsjournalismus (Bild, BamS und eDarling) kann inzwischen im Netz ein paar Kröten generieren.

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Die Glücklichen – aus Heft 3/2015

LuckeDa hat der Lucke aber Glück gehabt. Er wurde 1962 im Berliner Westen geboren, und seine Mama, eine Schuldirektorin, wusste, wovon sie sprach, als sie zu Luckes Vater sagte: »Heinz, oder wie du heißt, wir müssen hier weg, bevor der Berndi in die Schule kommt. Die schlagen ihn uns tot.«

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