Auslese
Nicht schlechter als Ernst Thälmann – aus Heft 11/2014

Nicht schlechter als Ernst ThälmannNein, Bernd Riexinger hält sich nicht für einen guten Redner. Zu Recht. Aber an sich zu leiden scheint er nicht, wenn er eines seiner zahlreichen, von schweren Atemzügen, Schmatzern und Grunzern, Ähs und wieder Ähs und schwäbisch-schwammigen Diphtongen durchsetzen Statements vorbringt und dabei gelegentlich den Rotz in die Stirnhöhle zieht. »Ich werrtt mährärä Thämän behandeln«, so bedroht er zu Beginn seiner »Pressekonferenz« genannten Pflichtauftritte in der Parteizentrale der LINKEN die Journalisten, denn anderes hat die Bande nicht verdient.

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Ursula von der Leyen im Gespräch – aus Heft 11/2014

IS-Terror im Irak und Syrien, Ebola in Westafrika, Krisen in der Ukraine und beim BVB. – Sie haben mehrfach gefordert, Deutschland müsse in solchen Situationen mehr Verantwortung übernehmen. Wie soll das konkret aussehen?

Verschiedene Krisen brauchen verschiedene Lösungen. Den IS z.B. besiegen wir am besten, indem wir Peschmergakämpfer an unserer Bundeswehrausrüstung ausbilden. Da die sich größtenteils in der Reparatur befindet, heißt das konkret: Schulung an deutschen Feldküchen und intensives Bettenmachen. – Übrigens eine Idee meines Vorgängers Karl-Theodor zu Guttenberg, für die ich nicht verantwortlich bin. – Bei Borussia Dortmund sieht die Lage dagegen ganz anders aus. Da werden wir um eine jahrelange Flächenbombardierung nicht herumkommen. Zur Not auch ohne Bundestagsmandat. – Auch dafür kann ich nichts, da muss sich Herr Klopp an den eigenen Haaransatz fassen.

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Er ist all dor – aus Heft 10/2014

SteineimerEin Gespenst geht um auf dem Globus, wo er besonders dünn ist, das Gespenst Frank-Walter Steinmeier. Wo eine Krise aufplatzt oder ein Staat über die Ufer tritt, wo eine strategisch wichtige Region undicht wird oder Menschenrechte zu versanden drohen, der Außenminister ist schon da; wo immer ein Thema mit übernationalem Schnittmuster aus dem Boden wächst, ein Treffen mit den sauberen Kollegen aus anderen erstklassigen Ländern über die Bühne zu schieben ist und fette Kameras in Stellung gebracht werden, der deutsche Kissinger kommt und winkt mit sich selbst vom Bildschirm.

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Die sanfte Regierung – aus Heft 10/2014

Da beschließt die Bundesregierung ein Spitzengesetz nach dem anderen, doch was passiert? Keiner hält sich daran. Eine im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD festgeschriebene Maßnahme soll dem endlich entgegenwirken. Es handelt sich dabei um die, wie es im Vertrag heißt, »ressortübergreifende Strategie ›Wirksam und vorausschauend regieren‹«. Eine revolutionäre Vorgehensweise, die die bisher gültige Strategie »Ineffektiv, lustlos und rückwärtsgewandt herumlavieren« komplett ersetzen soll.

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Das Mehdorn-Projekt – aus Heft 9/2014

MehdornVom Himmel regnen goldene Luftschlangen, Sektkorken knallen, der Regierende Bürgermeister hat selbstgemachten Eierpunsch mitgebracht. Auf diesen Moment hat die Republik lange warten müssen. Der Flughafen Berlin-Brandenburg feiert endlich seine erste Teileröffnung. Auf dem kahlen Gang des Terminals 4 erkennt man schon von weitem das heitere Farbenspiel der Diskokugel, die über dem Kioskeingang um sich selbst kreist. Der Veranstalter hat sich nicht lumpen lassen. Die Eröffnung des Tabak- und Zeitschriftenladens soll mit angemessenem Prunk begangen werden, schließlich handelt es sich um einen Meilenstein in der Baugeschichte des BER.

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