Auslese
Der grün-schwarze Hybrid – aus Heft 2/2016

kretschmannklWer Winfried Kretschmann verstehen will, muss ihm in der Kirchenchorprobe in Sigmaringen-Laiz auflauern.Wenn Dienstagabend ist, lässt Deutschlands erster grüner Ministerpräsident alles stehen und liegen, auch die junge Fahrradfahrerin, die sein Chauffeur mit dem Daimler 500 Plugin Hybrid an der roten Ampel gerade umgekarrt hat, um nicht zu spät zu kommen. Denn nichts hasst sein Chef mehr als Unpünktlichkeit.

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Timeline statt Deadline – aus Heft 2/2016

»Wer schreibt, der bleibt!« – Seit der Mensch denken kann, hat er öffentliche Toilettentüren mit seinen Gedanken und Fantasien in der Hoffnung verunziert, sich dadurch unsterblich machen zu können. Die digitale Weiterentwicklung dieses von den Psychologen »Pharao-Syndrom« genannten Charakterzugs sind soziale Internet-Plattformen. Jedes Schweinekotelett wird dort zum Wohle der Allgemeinheit gepostet, jedes animierte GIF geteilt, um sich ein Denkmal für die Nachwelt zu setzen. Doch viele User, die ja oft auch nur Menschen sind, fragen sich: Was geschieht wirklich mit meinen Daten nach dem Tod?

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Schmal ist sie geworden – aus Heft 1/2016

zschpeklBald ist es fertig, das »Mensch ärgere dich nicht«-Spiel für Nazis, aus Brotteig, von der vorgeschriebenen Kalorien-Ration abgeknapst. Schmal ist sie geworden, die Beate! Beate Zschäpe hat in ihrer gemütlichen Zelle – zwei ovale Spitzendeckchen und einen Kissenbezug mit dem Aufdruck »Hier ruht der Führer« hat sie aus der Zwickauer Frühlingstraße mitgehen lassen – viel Zeit zum Basteln. In den letzten vier Jahren hatte die passionierte Liebhaberin guter Musik (»Blitzkrieg« und »U2«) Muße, darüber nachzudenken, was wirklich war im Nationalsozialistischen Untergrund.

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Die Alaafghanen kommen – aus Heft 1/2016

Das Problem ist lange verdrängt worden: Weil Turnhallen mit Flüchtlingen belegt sind, stehen viele Faschingsveranstaltungen vor dem Aus. Ein Glücksfall, werden die meisten denken, allerdings übersehen sie dabei die verheerenden Folgen. Betroffene Narrenzünfte wollen auf unschuldige Nachbargemeinden ausweichen, wo die Hallen meist auch schon voll sind. Die Not ist so groß, dass die vertriebenen Jecken selbst vor Landesgrenzen nicht haltmachen. In protestantischen Regionen geht die Angst um. Und ganz Deutschland fragt sich: Wohin mit den Narren?

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Der Obergrenzer – aus Heft 12/2015

Der ObergrenzerSechshundertachtundvierzig-tausendsechshundertundzwölf!« Das war Horst Seehofers letztes Angebot, dann stand er auf und ging erst mal aufs Klo. Über die Zahl konnte die Olle eine Weile nachdenken. Klare Ansagen zu machen, das war sein Ding. Zuvor war es bei diesem Koalitionstreffen der Parteivorsitzenden zu einem kleinen Disput gekommen. »Wir schaffen das!«, hatte die Kanzlerin verkündet. Seehofer, der genau wusste, wer mit »wir« gemeint war, konterte: »Nein!« Merkel, auch nicht auf den Mund gefallen, sagte: »Doch!« Seehofer hielt konsequent dagegen: »Nein!« Merkel wiederholte: »Doch!« So ging es dann eine knappe Viertelstunde hin und her.

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