Auslese
Ein Pickel voller Träume – aus Heft 8/2014

MißfelderJugend – eine wundervolle Zeit. Wie kostbar sie ist, weiß man erst, wenn man sie selbst durchschritten hat und sie bei anderen Menschen erblickt. Darum schaut man mit Verzücken auf ihn. Wer ihn sieht, ist verzaubert von seinem zarten Knabenkörper: unschuldig, rein, vermögend. Die Augen blicken neugierig aus dem Gesicht, das so frisch und doch vergeistigt wirkt von den geistigen Getränken in der Plenarpause. Aus ihm sprühen die politischen Visionen und Träume, die, gleich dem überreifen Pickel auf der Nase eines Adoleszenten, noch nicht zerplatzt sind. Philipp Mißfelder ist das junge Gewissen der CDU.

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Ist Gauck ein »widerlicher Kriegshetzer« oder nur verrückt? – aus Heft 8/2014

Man muss vorsichtig sein in diesen Tagen, denn ein Majestätsbeleidigungs- Prozess liegt in der Luft. Seine Exzellenz, der Jochen, wurde auch schon »rollende Deckskanone«, »Nato-Nagelbomber«, »überdrehter Gotteskrieger « oder, fast zärtlich, »Feldprediger « genannt. Daneben kursieren vor allem im Osten und insbesondere in der evangelischen Kirche die einfallslosen Beschimpfungen, die jeder von uns schon mal erleiden musste, wie Ar…ch, Wi...er oder Bundespräsident.

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AntonAnton Hofreiter, der starke Mann der Grünen, hat an die Isar geladen. An seinen Lieblingsplatz mitten in der Münchner Wildnis, den man besser nicht ohne erfolgreich absolvierten Rüdiger-Nehberg-Crashkurs aufsuchen sollte. Die langen Haare, das urige Idiom, das Jackett mit dem BUND-Sticker – hier steht ein Naturmensch durch und durch, die personifizierte Renaturierung der Grünen. Hofreiter ist so natürlich, dass neben ihm selbst die Natur künstlich wirkt.

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Es wird vergessen, was auf den Tisch kommt

Es wird vergessen ...Unsere Leserin Sibylle Angerer aus 32756 Detmold fragt: »Der Mensch ist nicht tot, solange noch jemand an ihn denkt«, steht über jeder zweiten Todesannonce. Wie verträgt sich das mit dem Menschenrecht, vergessen zu werden?

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Der auf leisen Zungen daherkommt – aus Heft 6/2014

Der auf leisen Zungen daherkommtEs gibt lebende Menschen, bei denen man zweimal hinschauen muss, um sie zu bemerken. Und dann sieht man: Das atmet sogar! Zu ihnen zählt äh … na … bitte noch mal … genau: Hermann Gröhe. Erst als er unlängst in einer Talkshow – die Erinnerung an sie sollte noch nicht vergilbt sein – die Anregung in den Raum schob, jedes zweite Krankenhausbett wegzuwerfen, weil kaum einmal jemand darin wohnt, schreckte die Öffentlichkeit auf und entdeckte, dass ihr bereits seit vier Monaten ein neuer Bundesgesundheitsminister vor der Nase sitzt. Nämlich Gröhe – ein Minister, der auf die Nachfrage, was dann bei einer millionenschweren Epidemie zu tun sei, die Lösung aufbot, die Verseuchten in häuslicher Pflege auszutherapieren – oder sie brächten einfach ihr Bett mit in die Klinik (Originalrezept ähnlich).

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