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 DAS SATIREMAGAZIN, Unbestechlich aber käuflich!

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Aktuelle Ausgabe


Liebe Leserin, lieber Leser,

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in den Augen des sprichwörtlichen kleinen Mannes von der Straße sind Politiker eine Bande verlogener, machtgeiler Charakterschweine, zu jeder Gemeinheit bereit, um an einen Posten zu kommen. Und genau so ist es ja auch – aber warum eigentlich? Ganz einfach: Es gibt viel weniger Ämter als Bewerber, weshalb letztere zwangsläufig zu erbitterten Konkurrenten im Kampf um die Fleischtöpfe werden. Soweit das Problem. Wer nun aber einigermaßen logisch denken kann , der hat vermutlich auch schon die Lösung entdeckt: Einfach jedem Politiker einen Posten zur Verfügung stellen! Und eben diese Idee hatte man jetzt gerade in Israel, wo das neue Kabinett von Benjamin Netanjahu satte 30 Minister umfasst – bei insgesamt 69 Abgeordneten der Regierungsparteien. Wollte man diese Quote auch im Bundestag einführen, dann müsste unser aktuelles Kabinett aus 191 Ministern bestehen. Das klingt zunächst einmal viel und würde sicher auch einiges kosten, aber dafür würden Frieden und Eintracht zumindest in die Reihen der Großen Koalition einkehren – und das sollte es uns doch wert sein, oder?

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Sodann und Gomorrah
von Ernst Röhl
Die meisten Menschen lügen, als ginge es um den Ministerpräsidenten-Posten von Hessen. Doch es gibt auch Menschen, die sind ehrlich. 0509_inhlat2Und es gibt einen Menschen, der ist Ehrlicher. Kommissar Bruno Ehrlicher. Er sagt immer nur die Wahrheit. Gäbe es da nicht das Sprichwort, wonach nur Betrunkene und Kinder immer die Wahrheit sagen, man könnte ihn glatt zum Staatsoberhaupt wählen.
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Dieter im Glück
von Mathias Wedel
Ministerpräsident Dieter Althaus wurde bei seinen letzten, für seine Verhältnisse allerdings 0509_inhlat1recht zaghaften Auftritten in Thüringen wie ein Held gefeiert, der erfolgreich aus einer Schlacht zurückkehrt. Alle jubeln ihm zu. Alle feiern ihn. Was wäre in Thüringen erst los, wenn Amokläufer Tim K. als Kandidat antreten könnte!

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Ödnis schaffen - ohne Waffen
von Robert Niemann
Um den Bedürfnissen einer alternden Gesellschaft gerecht zu werden, reicht es nicht, Dampferfahrten auf der Spree zu veranstalten oder Autos herzustellen, die auf Landstraßen nicht schneller als 70 km/h fahren. Man muss auch der Neigung alter Menschen, alles was jung und neu ist, vernichten zu wollen, nachgeben. Das Alter verwelkt, und es möchte, dass es allen so geht. Und dafür gibt es die Bundesgartenschau, denn hier verwelken nicht nur einst zarte Knospen, hier werden ganze Städte und Regionen vernichtet.
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Amok ist ihr Hobby
von Gregor Füller
Journalisten – was haben sie nicht alles vollbracht! Sie haben Richard Nixon zu Fall gebracht, sie haben Erich Ribbeck zu Fall gebracht, und sie 0509_inhlat3haben Richard Nixon zu Fall gebracht. Ohne Journalisten wäre die Welt, wie wir sie kennen, undenkbar. Sie sind bereit, für die Wahrheit zu sterben. Und wenn in Schützenhäusern Kinder zu Killern herangezogen werden, sind Journalisten selbst- verständlich an vorderster Front.
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Ullas Beipackzettel
von Reinhard Ulbrich
Häufig enthalten Beipackzettel medizinische Fehlinformationen, so z. B., dass Psychopharmaka- einnahme bei gleichzeitigem Alkohol»missbrauch« zu unerwünschten Nebenwirkungen führen würde. Das Gegenteil ist der Fall, denn besagte Medikamente werden durch einen guten Tropfen geradezu veredelt. Man denke nur an Gerhard Schröder, der seinen Wahlsieg 2005 Citalopramund einer halben Flasche Asbach Uralt verdankte.
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Frau kurz vorm Ersaufen
von Peter Köhler
Wohin schwimmt die CDU? Er scheint, als könne sie ihren Wahlsieg auf den Wolkenkuckuckstag verschieben, obwohl sie doch gerade noch der SPD um Körperlänge voraus war. Außerdem kneift sie was, und das hört auf den Namen Merkel. Obwohl Sie die erste und sogar einzige weibliche Bundeskanzlerin in sage und schreibe 15 Milliarden Jahren Weltgeschichte ist, weht ihr von allen Seiten dicke Luft ins Gesicht. mehr im Heft

 

 

Gesündigt? Gekündigt!
von Dr. Jur. Christian Alexander
In der heutigen Wirtschaft, meinte neulich ein Kollege, fängt man sich schneller eine Kündigung ein als einen Tripper in Pattaya. Wer am Arbeitsplatz muckt, zuckt oder Fisimatenten macht, darf sich bald mit anderen Freigeistern auf den Fluren deutscher Sozialämter tummeln, wie beispielsweise jene Berliner Kassiererin, die zwei Pfandbons imWert von sagenhaften Einsdreißig – das reicht auf Münchener Preisniveau gerade einmal für eine vertrocknete Kürbiskernsemmel vom Vortag – eingelöst hatte. Aber wann darf nun ein geneigter Arbeitgeber seine Untergebenen durch Rausschmiss von den Lasten der täglichen Arbeit entbinden? »Eulenspiegel« erklärt, in welchen Fällen eine Kündigung droht und was man sonst noch wissen muss:
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Eierkuchen für alle
Es hat sich ausglobalisiert
von Ove Lieh
Spätestens als Guido Westerwelle forderte, die Abwrackprämie dürfe nicht den Absatz japanischer Kleinwagen befördern, sondern den Absatz von Kleinwagen deutschen Blutes, war klar, dass nun Schluss ist mit der Globalisierung. Opel verleugnet seine amerikanische Mutter und nabelt sich von der Elenden ab. Aus General Motors sollAngela Motors werden. Die Deutsche Post will nicht mehr Deutsche Post World Net sondern einfach nur noch Deutsche Post sein. Und ab jetzt dürfen wir auch wieder sagen: »Ich gehe ins Geschäft«, wenn wir zum Business ins Office gehen.
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Dies und vieles mehr finden Sie im aktuellen EULENSPIEGEL ab 23. April 2009 im Handel oder online für 1,80 Euro.

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