|
Zur Hausmitteilung, 02/10, S. 6: War das nur ein geistiger Kurzschluss oder seid Ihr wirklich noch der intoleranten mittelalterlichen Denkweise verhaftet, die
Homosexualität als »schwere Krankheit « zu sehen? Hans-Dieter Hoffmann, Leipzig Na gut, Krankheit
vielleicht nicht. Aber ungesund – wenn man es übertreibt.
Zur Zeichnung von Burkhard Fritsche, 02/10, S. 12: Die Karikatur von Burkh finde ich schon etwas daneben. Wie kann man einen österreichischen Psychopathen mit einer brandenburgischen
FDJ-Kreisvorsitzenden vergleichen?! Na gut, gewisse Gemeinsamkeiten sind nicht von der Hand zu weisen: Beide stehen auf Männer (wobei Adolf garantiert mehr Kerle im Bett hatte), beide
träum(t)en vom großdeutschen Reich, und beide spiel(t)en sich als Nr. 1 auf. Das Problem von Angie ist nur: Die kann sich nicht hinter ein Pult stellen und einfach mal so den totalen
Krieg ausrufen. Die muss sich dann doch mit der Lakaienrolle unter Adolf Bush und Barack Hitler zufrieden geben. Naja, wenigstens geht von deutschem Boden nie wieder Krieg aus, da wir ja
schon die amerikanische Freiheit in aller Welt verteidigen müssen. Holger Behrendt per E-Mail Und sonst so?
Zu: »Schirrmachers Rohr«, 02/10, S. 28: Ich bin mit F. Schirrmacher weder verwandt noch
verschwägert und ich habe ihn erstmals vor kurzem (allerdings mit Jauch) bei Beckmann gesehen, der mir nicht den Eindruck macht, die Leute ernsthaft zu verdummen, oder? Jedenfalls hat
meine Partnerin das Buch gekauft ... Ich weiß nicht, wie alt Gregor ist, aber er scheint mir viel eher ein »eitler Wichtigtuer« zu sein und zu den »gutsituierten Kulturpessimisten« zu
gehören als die Leser von »Payback«. Möglicherweise unterscheiden wir uns gerade dadurch, ich habe das Buch vollständig gelesen ... Mich haben die »wahllos zusammengesuchten Studien« zum
Nachdenken gebracht, so dass ich »den Sinn der Wörter« verstand. Zum Beispiel Seite 204: »Es gibt keine wichtige Nachricht, die uns nicht erreicht.« Oder: »Wir sind ... blind für das, was
wir nicht erwarten.« Ich finde, einen kleinen Denkanstoß hat unsere Gesellschaft nötig, insbesondere wegen der »... Zukunft der Bildung« (Seite 207ff ). Möchte aber noch auf Seite 222
hinweisen. Auch die »Eule« ist auf der »uneinnehmbaren Festung des dünnen Papiers« gedruckt, damit deren Leser »herausfinden können, ob sie noch selbstbestimmt denken und Ziele definieren
können.« Wilmar Schreiber, Liebefeld, Schweiz Und, können Sie’s?
Der Eulenspiegel fragt auf Seite 5 unter »Alles Gute kommt von oben«, wie die neue Sprachregelung für den
bewaffneten Konflikt in Afghanistan künftig ausfallen wird. Ganz einfach: Merkelei! Werner Klopsteg, Berlin
Darauf wären wir nicht gekommen.
|