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Düsseldorfer Einwohner wegen akuter Verdummung in Gefahr

Gestern Abend gegen 21:40Uhr wurde der erste Düsseldorfer wegen akuter psychischer Probleme in das städtische Krankenhaus eingeliefert. Wenig später folgten weitere Patienten. Bereits gegen 2:00Uhr nachts war der Andrang im Krankenhaus so groß, dass Patienten in umliegende Krankenhäuser evakuiert werden mussten.

Heute 7:00Uhr gab der amtierende erste Bürgermeister der Stadt, Dirk Elbers, eine kurze Pressekonferenz, bei der das Trinkwasser als mögliche Ursache der Erkrankungen genannt wird.

Seit dem warnen Polizeiwagen, die durch die Stadt fahren, vor dem Genuss von Trinkwasser aus der Trinkwasserversorgung der Stadt. Auch über die örtlichen Radiosender wird vor dem Genuss von Trinkwasser ausdrücklich gewarnt. In einer fieberhaften Aktion werden derzeit in der Stadt Behälterwagen der Armee mit frischem Trinkwasser verteilt. Um den Verbrauch zu begrenzen, fordert man Bürger der Stadt, die Verwandte oder Bekannte im Umland haben, auf, vorübergehend die Stadt zu verlassen.

Die Situation scheint ziemlich dramatisch. Unser Korrespondent Heiner Mutz hat sich aus Düsseldorf gemeldet und äußerte sich erschrocken über die große Zahl an Personen, die sich teils sabbernd, teils regungslos am Straßenrand fanden oder irgendwelche Bruchstücke von Sätzen von sich gaben, die sich wie frühere Nachrichtenmeldungen anhörten. Es gibt auch Leute, die halbe Strophen von bekannten Volksmusikschlagern permanent vor sich her summen.

Derzeit untersucht ein Expertenteam, um was für eine Verschmutzung es sich im Trinkwasser der Stadt handelt.

Eine eben veröffentlichte Meldung sagt aus, dass es sich bei der Verschmutzung um extrem hohe Konzentrationen von scheußlichen Informationen handelt. Entsprechend dieser Meldung muss gestern Abend der in Köln ansässige Medienkonzern RTL durch eine nicht näher genannte Entsorgungsfirma einen großen Teil ihrer elektronisch gespeicherten älteren Radio- und Fernsehsendungen entsorgt haben. Der LKW mit der gefährlichen Ladung ist am Rande eines Trinkwasserschutzgebietes ins Schleudern geraden und hatte sich mehrfach überschlagen. Sämtliche geladene Information sei daraufhin in kleinen Bruchstücken aus dem Wagen gelaufen und versickert. Die Polizei sicherte zwar die Unfallstelle, hatte jedoch die von der Ladung ausgehende Gefahr nicht bedacht.

Auch die Kölner Polizei ist in Alarmbereitschaft versetzt, da erwartet wird, dass wütende Düsseldorfer in die Stadt Köln kommen werden, um dort Ihren Unmut zur Entsorgungspolitik der Stadt Ausdruck zu verleihen. Neben Ausschreitungen wird insbesondere die Plünderung von Getränkestützpunkten erwartet. Um hier Entspannung zu demonstrieren, hat der Kölner Bürgermeister Fritz Schramma die Kölner Restaurants und Kneipen aufgefordert, an die Düsseldorfer kostenlos Kölsch zu verteilen.

Landkärtchen (LandkärtchensBlog)

“Windeln von der Welt” statt und im Sinne von “Brot für die Welt”

Eine der weltweit renommiertesten Hilfsorganisationen hat jetzt ein Programm zur Wiederverwertung von modernen Babywindeln in der dritten Welt gestartet. Dabei geht es nicht um eine zuerst von einer Nachrichtenagentur fälschlicherweise gemeldeten Wiederverwendung als Windel, sondern um die Verwertung des Substrates, mit denen die Windeln gefüllt sind, in der Landwirtschaft in häufig von Dürre betroffenen Regionen.

Durch Forschungen der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus, Projekt BAtroS (www.batros.de), konnte gezeigt werden, dass das in den Babywindeln enthaltene Polyacrylat gut geeignet wäre, den Wasserhaushalt des Bodens durch seine enorme Speicherfähigkeit in zeitweise trockenen Gegenden erfolgreich zu stabilisieren (s. Bericht in “Die Zeit”, Nr. 27 2008).

Leider ist die Herstellung des Polyacrylats im Moment recht aufwendig und damit teuer. Im großen Stil wird dieses Material aber in der Windelherstellung verwendet. Dort saugt es den Abgang körperfremder, flüssiger Substanzen aus dem kindlichen Körper ausgezeichnet auf. Die dann im Polyacrylat enthaltenen Stoffe können ohne Probleme mit in den Boden eingebracht werden und dienen dort als natürlicher Basisdünger.

In einer ersten Aktion stellt eine bekannte Hilfsorganisation ihre Logistik für ein modellhaftes Hilfsprojekt zur Verfügung. Mittels an die Haushalte verteilter Pfandmarken soll die Bereitschaft der Bevölkerung gewonnen werden, verbrauchte Windeln getrennt zu sammeln. Vor der Verschiffung des Materials muss dieses noch getrocknet, vereinzelt und verpackt werden. Damit der Transport möglichst Energieeffizient erfolgen kann, müssen zuvor die noch feuchten und schweren Windeln getrocknet werden. Da Berlin derzeit die Stadt mit dem größten Altwindelanteil ist, wurde ganz in der Nähe einer nicht näher bekannt gegebenen Plattenbausiedlung eine Industriebrachfläche zur Trocknung der Windeln an der Sonne eingerichtet. Dort sollen alle im Bundesgebiet gesammelten Windeln zusammen kommen. Ob die im Winterhalbjahr auflaufenden Windeln dort auch bis zur warmen Jahreszeit zwischengelagert werden, wurde nicht bekannt.

In einer benachbarten Zerkleinerungsanlage werden im Wechselschichtbetrieb die getrockneten und nun steinharten Windeln zerkleinert und das Polyacrylat abgespalten. Danach geht es im gedeckten Güterwagen nach Hamburg, wo der Rohstoff verschifft wird.

Das Modellprojekt soll zeigen, wie in Dürregebieten der Anbau von Getreide zur Brotherstellung möglich werden soll. Wie “Die Zeit” berichtete, könnte das Verfahren später auch bei einem erwarteten Klimawandel in Deutschland zur Anwendung kommen. Wegen des humanistischen Grundgedanken des Projektes wird vorausgesetzt, dass sich die Berliner Bevölkerung bei der Nutzung der Trockenfläche nicht quer stellt.

Landkärtchen (LandkärtchensBlog)