Die NPD und der “Volkstod”
Am nächsten Samstag, 2.6.2007, will die NPD mit über tausend geistigen Tieffliegern gegen den G8-Gipfel demonstrieren.
Die NPD hat folgende „Argumente“ :
- Der „Volkstod“ drohe.
- Die „politikriminelle Klasse“ handle aus einem Selbstzerstörungantrieb.
- Deutschland sei als autarke Wirtschaftseinheit gefährdet.
- Die Deutsche würden zu „Identitätskastrierten“.
- Außerdem entwickle sich Deutschland zu einer „wurzellosen Konsumgemeinschaft“.
Sonst geht es ihnen anscheinend gut.
Das Essen ist regelmäßig und der Stuhlgang schmeckt.
Cheffe nich da?
Wann schreibt Herr Ostberlin endlich mal wieder etwas? Ein Chefredakteur hat doch Vorbildfunktion…
Der Knoblauch 01.05.07 03.09 Thomas Seyer
Ich hab ne Knoblauchfahne,
auch wenn ich es nicht ahne,
stink ich doch alle Menschen an,
die ich so treffe dann und wann.
Die können mich nicht riechen,
obgleich die alten Griechen,
schon wussten wie gesund es ist,
wenn man das Zeug in Mengen frist.
Das es nicht im Gesetzbuch steht,
dass der, der vor die Türe geht,
muss immer Knoblauch essen,
hat man da wohl vergessen?
Die Menschen wären wenig krank,
dem Knoblauch sei, recht herzlich Dank.
Die Krankenkassen wären reich
und riechen würden alle gleich.
Der schwierige Weg zu einer besseren Welt
Politik als schlagende Verbindung. Warm- up und Qualifikation am 1. Mai in Berlin. Anfang Juni dann das große Rennen. Gegen Mauern aus Polizisten, gegen Zäune und gegen den eigenen Verstand. G8 - Gipfel in Heiligendamm. Was in Evian und Gleneagles verhindert werden konnte, steht Rostock jetzt bevor. Die G8 im kleinen, abgeschiedenen Hotel, der Widerstand tendiert ins große Rostock und wird sich in einigen Teilen auch austoben wollen. Umgekehrt wäre es besser gewesen. Aber die Stadt und ihre Umgebung breiten scheinbar die Arme aus, um die Gäste, als kämen viele gar nicht getarnt als gewaltbereite Demonstranten, zu empfangen. Sogar die Universität der Hansstadt stand zeitweise im Verdacht, womöglich in Weltjugendtagsmanier Gästezimmer zur Verfügung stellen zu wollen.
Doch dieser eher nur von Links gehegte Wunsch, Radikalisierung gesellschaftsfähig zu machen, ist wohl zerplatzt. Dann also doch Zelten. Ist auch irgendwie authentischer. Lagerfeuer, Gitarre, Kampflieder, Dosenbier und Mülltonnenanzünden auf dem Festivalgelände. Und diesmal sogar recht gefahrlos. Erstens ist Deutschland ein funktionierender Rechtsstaat und zweitens ist deshalb in Rostock ein anwaltlicher 24h-Notdienst für Demonstranten eingerichtet worden. Dorthin werden sich die Gäste wenden können. Besonders jene, die mit Gummiknüppeln von ihrem Zeltplatz in der roten Zone vertrieben werden. Eine verständliche, notwendige Rechtshilfe. Schließlich muss jeder, der den Sicherheitszaun durchschneiden und –treten will, denken dürfen, sich rechtstreu zu verhalten: „Ich war mir sicher, die rote Zone heißt so, weil politisch und so. Campingplatz halt, weil eben rot, und wir auch rot, und so.“
Doch wie denken die eigentlichen Bewohner der in Ausnahmezustand versetzten Ostseeküste? Ein Blick in die örtlichen Zeitungen verrät es. Sie drucken Volkes Stimme gerne.
So sucht ein Vater Rat, was er seinem Kind antworten kann, welches bangend auf die Polizeipanzer, die hohen Zäune und die eingerüsteten Polizisten zeigt und fragt, ob jetzt Krieg sei. Ja, was sagt man einem Kind, das nicht weiß, warum Menschen eingesperrt sind? Warum die Mächtigen, nur 8, vor hunderttausenden anderen Menschen, so die stetig schwankende Zahlenangabe von Attac, geschützt werden müssen? Die kindliche Frage zeigt es; wir sind noch Dichter und Denker. Wir verdümpeln nicht voll Dummheit. Die Frage hat hohe geistige Kultur und lässt sich damit untermalen:
„Was ist der Käfig?“ fragte einst, um ein besseres Image bemüht, O. Kahn auf 3Sat, als er Rilkes Panther abliest. Ist der Zaun um das luxuriöse Heiligendamm der Käfig? Oder wuchten sich die Sicherheitszäune nicht doch in mecklenburgischen Boden, weil die Raubtiere frei bleiben?
Liebes Kind. Wasserwerfer, Zäune und bewaffnete Polizisten sind schlichtweg erforderlich! Dein Vater distanziert sich nun mal nicht als friedlicher Demonstrant von mitmarschierenden Chaoten, von Spaßdemonstranten ohne Botschaft. Dein Vater geht nicht zur Polizei und informiert darüber, dass gerade im Nachbarzelt die Pflastersteine der Rostocker Altstadtstraßen zusammengetragen werden. Er schweigt, wenn er gegen die Großen 8 lauthals lamentiert. „Früher war alles besser.“ Er schweigt ein ihn zum Beteiligten machendes Schweigen. Ein Schweigen, welches das Kind seinem Vater später vorwerfen kann. Eine generationenübergreifende, sich wiederholende, dem Vater und dessen Vater sicher vertraute Anklage. Vererbte Gedanken. Früher war doch nicht alles besser.
Deshalb geben Sicherheitszäune heute Sicherheit. Immer dort, wo das Wort als Waffe nicht mehr benutzt werden will. Sie dienen daher nicht nur zur Verhinderung der „guten Sache“ und zum Schutz der „zukünftigen Kriegstreiber”; wenigstens von diesem Begriff hat sich die grüne Zora Claudia Roth distanziert. Öffentlich distanziert!
Aber helfen Zäune, wo der Mensch mit festem Willen steht? In der ehemaligen DDR?! Es wird trotzdem brennen. Steine werden fliegen. Denn „der Mensch heißt Mensch, weil er irrt und weil er kämpft.“ So und nicht anders wird es Herbert Grönemeyer mit einer in diesen Zeiten vielseitig interpretierbaren Zeile im Rostocker Umland verkünden. Vielleicht auch U2. Und die Jugend ist in freudiger Erwartung. Politikverdrossenheit? Nicht im Osten und erst Recht nicht im Lager der von woanders, überall aus Europa, in Sonderzügen, kostenlos, extra angekarrten G8 Gipfelgegnern. Extreme werden bezogen und gelebt und leider auch mit zuviel Nachdruck kundgetan. Selbst die NPD stellt jegliche weltumfassenden Gedanken zurück und zeigt sich dieser Tage antiglobal. Vielleicht nur aus Neid. Auch nicht: “Immerhin”.
Abgesehen von einigen besorgten Vätern bleibt der gemeine Bürger aber erstaunlich ruhig: „Friedliche Proteste sind akzeptabel, irgendwie ist es aber doch auch viel Geld.“ Der Bürger, der nur geruhsam seinen mecklenburg-vorpommerischen Alltag fristen will, wird wohl einfach ausharren. Vielleicht auf ein Kissen gelehnt am Fenster sitzen und bestenfalls von dort die Jugendlichen zur Ordnung rufen und über ihn behindernde Straßensperren schimpfen. Solange, bis der ganze Spuk des weltweiten Interesses vorüber ist. Was geht es ihn auch an: „Es ändert sich ja doch nichts.“
Bewegung wird erst ins Bürgertum kommen, wenn es erkennbar selbst gefährdet ist. „Rund, statt braun!“ wird man dann rufen. „Lieber Brot als Rot!“ wird es durch die Rostocker Gassen hallen. Ein Aufstand der Anständigen. Dann, wenn umliegende Supermärkte im raubkapitalistischen Bestreben heuschreckenartig geplündert werden. Nach Brot für die Welt schreien, aber Kuchen essen wollen. Daran wirst Du, besorgter Vater, ihn erkennen, den Krawalltouristen.
Psychisch kranke Kinder

Wowereit - Kanzlerkandidat?
Traditionell ist es in der SPD so, dass der Parteivorsitzende - Momentan amtiert Kurt Beck. - automatisch Kanzlerkandidat wird.
In der SPD regt sich aber Widerstand. Beck, der sich immer öfter in der Öffentlichkeit unbeliebt macht, wird von vielen Sozis als Kanzlerkandidat abgelehnt.
Im Gespräch sind Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit.
Nach allem Für und Wider wäre Wowe der beste Kandidat.
Der hielte bestimmt für Deutschland den Hintern hin.
Aufruf
Aufruf der Generalsekretärin der BRD
Esst mehr Gemüse unsere Bürger, müssen schlanker werden.
Demonstrationen von G8-Gegnern

Unsere Kanzlerin hat uns in Meck/Pomm zwar rund 68 Mio Euro für den Sicherheitszaun aufgebürdet, doch das Geld ist gut angelegt.
Haben wir doch im Juni/07 die Kriegsverbrecher Bush und Blair gleich hinter Schloss und Riegel. Man muss schon sagen, unsere Kanzlerin ist vorausschauend.
Gnadenakt
Medikamente für Aids-Patienten in armen Ländern sollen billiger werden. Gleich zwei Pharmafirmen wollen die Preise um 50 Prozent senken. Angst vor Verlusten müssen sie wegen ihrer klugen Preispolitik der letzten Jahre nicht haben: Die Masse macht’s.