Rettet die Welt
Wenn es die Wirtschaft gemeinsam bis in die Wirtschaft schaffen würde, sich dort ordentlich betrinken täte. Zu später Stunde in froher Rund beschließen würde, dass man doch die Welt retten sollte. Nur so aus Spaß, weil alle so gute Laune haben. Der Wirt es schaffen würde, die Wirtschaft in der Wirtschaft einzuschließen. Mit genug staatlich subventionierten Freibier am Hahn. Damit die gute Laune nicht verloren geht. Brauchten die Brauereien die Jugend nicht mit Bier versorgen. Diese wurden nicht ihren Verstand versaufen, würden kluge Manager werden und die schon gerettete Welt ordentlich verwalten. Ich würde das Bundesverdienstkreuz kriegen, wäre bekannt und kriege ein paar Euro und brauchte nicht so einen Schwachsinn zu schreiben. Eigentlich eine gutes Ergebnis.
Welt gerettet, Jugend gebessert und mich gespart.
Überlegt Euch den Vorschlag.
Hochachtungsvoll
Thomas Seyer
Der Weg aus der Krise
Frau Merkel sagt zu Lafontain,
komm lass uns mal zu Münte gehen.
Von unterwegs nehmen wir mit,
Steinmeier und Ulla Schmidt.
Peer Steinbrück und Frau van der Leyen,
sollen mit von der Partie auch seien
und auch der Rest vom Bundestag,
weil ich euch alle so sehr mag.
Wir fahren in Urlaub dann,
weil Deutschland das nur nützen kann.
So wird die Krise überwunden
und wir haben den Weg gefunden.
26.02.09 Th.Seyer
2. Versuch, Thema Nr. 1: Klima
Also, zunächst dachte ich mir nichts sonderlich dabei. Seit Wochen gehen mir im Getränkeladen regelmäßig die Bezugsquellen aus. Erst gab es kein Bielefelder Wasser mehr, dann war die Emslandquelle alle u. gestern war Volvic nicht mehr zu haben. Aber da fiel es mir plötzlich wie Schuppen von den Füßen: die Klimakatastrophe! Hier schlägt sie zu! Eine Quelle nach der anderen versiegt, grausam, aber sehr anschaulich, überzeugend u. unwiderlegbar. Wer hätte das gedacht: ausgerechnet in den Getränkemarkt schleicht sich das Unheil ein. Ehrlich, hätte nicht gedacht, dass mir das Klima so nahe kommt. Kann man meine Betroffenheit so richtig spüren? Die Dramatik gebietet nun sofortiges Handeln in ausreichenden Dimensionen. Nicht erst im Handelsregister nachfragen, ob der Händler nicht Pleite ist oder die Leute fragen, ob hier eventuell ein Schnarchsack zu blöd ist, rechtzeitig zu bestellen. Den Zeitverlust kann ich nicht vertreten. Nur der Weltklimarat kann da noch helfen. Der ruft sofort eine Klimakonferenz mit potenten Geberländern ein, lädt nur die Wissenschaftler bzw. Geschäftsleute, die einen neuen Coup wittern, als Anstandswauwaus u. die üblichen Skeptiker, die erst blöde Fragen stellen, erst gar nicht ein, setzt die zu erwartenden Geschäftsumfänge fest u. legt los. Ich muß dann nur noch hellwach sein u. die Stelle rechtzeitig finden, an der ich meine 1000 € Reserve anlege, um mindestens 1 Mio Förderung abzufassen. Das ist die einzige Chance, dass ich nicht immer wieder meine Wasserquellen wechseln muß, eine Zumutung. Klimarat, bitte melden!
Ein wenig schade
Liebe Eule, ich mag Eure Zeitschrift, da ich Satire liebe. Vor allem die, die denen da oben auf die Finger klopft. Schon deshalb ändert bloß nicht Euer Konzept. Ein wenig schade, ja störend empfinde ich allerdings die Anhäufung von grammatikalischen und orthographischen Ungereimtheiten sowohl in der Print- als auch in der Online-Ausgabe. Nun mache ich selbst mit Sicherheit ebenso viele Fehler. Besonders dann, wenn ich etwas mit der ‘heißen’ Feder schreibe. Allerdings verfüge ich auch nicht über ein Lektorat, bestenfalls über die Rechtschreibkorrektur meiner Textverarbeitung. Was davon zu halten ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Nun, ich kann mich irren. Möglicherweise spart Ihr Euch auch das Lektorat. Ist schließlich teuer. Wie auch immer, Eure Beiträge sind köstlich. Weiter so. Chablis Leipziger Autorenblog
Dunst trotz Rauchverbots
Eine sehr gute Freundin von mir bessert sich ihr Einkommen auf , indem sie regelmäßig Gäste in einem kleinem Restaurant bedient.
Sie hat den Tag herbeigesehnt , an dem sie keinen Rauchvorhang mehr durchschreiten wird und die frisch gewaschene Mähne nicht wie ein Aschenbecher duftet.
Jetzt taucht ein Arbeitsklima gefährdendes Problem auf.
Blähungen , die sich gut hinter Zigarettenduft verstecken ließen , werden jetzt unfreiwilig von ihr enttarnt. Sie sieht ihre Stammgäste plötzlich mit anderen Augen .
Früher noch ne Runde lächelnd in die Qualmerclique gebracht , bedeutet jetzt mit verzehrtem Gesicht den Aufenthalt so kurz wie möglich zu gestalten, denn nicht jeder Magen reagiert druckfrei auf Kurze und Bier zu Bohneneintopf oder Sauerkraut.
Die Situation ist schwierig , denn eine Ansprache hätte verschämtes Wegbleiben und damit womöglich Arbeitsplatzverlust zur Folge.
Bisher begleiteten sie zur Arbeit nur Schlüsselbund und Handy , ab sofort also auch Parfum welches sie ab und an unauffällig in ihre unmittelbare Umgebung stäubt.
Eine weitere Lösung wäre ein abgedruckter Leserbrief aufgehangen in der gemütlichen Kneipe .
Alice wird konkret
Die besten Satiren schreibt das Leben. Zum Beispiel Alice-AOL. Seit neuestem betätigt sich Alice nämlich scheinbar als Internet-Piratin. So sah sah eine Seite auf MyPalce füher aus:
und so heute:
Man beachte das schmückende Werbebanner, das leider die Sicht etwas einschränkt. Selbst mit einem großen Hammer muss man bei Alice ziemlich lang klopfen um da weiter zu kommen. Hier der eingekürzte E-Mail Verkehr der letzten 5 Tage:
Ich verstehe die ganze Aufregung um Roland Koch und seine Idee eines Kinderknastes nicht. Der Mann hat doch eine gute Idee. Und wenn er das Mindestalter auf unter 2 Jahre senkt und die Wächter gegen Kindergärtnerinnen austauscht, dann hat Hessen als erstes Westbundesland seine Kinderbetreuungsprobleme gelöst! Soll noch einer sagen, die CDU wäre nicht sozial!
Bundestrojaner
Lieber Herr Schäuble.
Leider haben nicht alle Haushalte einen PC. Aber da gibt es noch ganz andere Möglichkeiten.
Alle Schlösser der Eingangstüren werden nur noch als Schließanlage verkauft oder ausgetauscht, und den Generalschlüssel bekommt der BND.
Ein paar kleine Haken sind dabei. Aber wie die Leute sagen, wir haben ja nichts zu verbergen.
Es könnte schon mal ein Hacker, ich meine, Einbrecher an so einen Schlüssel kommen. Aber das sind Einzelfälle. Die kommen sowieso.
Aber wenn es die Schlüssel einmal gibt, kann ja auch die GEZ mal vorbeischauen ob die Oma mit eigenem Fernseher im Haushalt lebt und dann einen Mahnbescheid schicken. Oder Sony mal nach Selbstgebrannten Songs Ausschau halten.
Oder das Sozialamt schaut mal bei Harz IV Empfängern vorbei ob sie in einem eheähnlichen Verhältnis leben. Oder Microsoft ob jemand Software für einen PC gekauft und auf zwei benutzt.
Man könnte so viele Kriminelle dingfest machen.
Ein besorgter Bürger
Lebt eigentlich Pfarrer Eggert noch?
Der Vorab-Nachruf auf Pfarrer Eggert ist eine widerwärtige Diskriminierung homosexueller Ost-Politiker. Tag für Tag, Nacht für Nacht dient der ehemalige DDR-Regimekritiker Volk und Vaterland, und das aus rein christlicher Nächstenliebe. Und dabei ziert er sich nicht, auch mal dem kleinen Mann von der Straße zur Hand zu gehen, um sich Befriedigung zu verschaffen. Dass sich der Lederfetischist gerne durch die “Dark Rooms” der Schwulenklappen tastet, ist unbestritten. Ihm aber zu unterstellen, dass er mit “Knaben” Körpersäfte austausche, ist eine bösartige Unterstellung, denn ich bin immerhin über sechzehn und hatte schon oft das Vergnügen, dem Onkel Heinzi für ein kleines Handgeld auf dem Schoß zu sitzen. Nein, werte Eulen, der Heinz ist schon okay und lässt uns Stricher leben. Und wenn er anfängt zu stammeln und zu zwinkern, dann ist das nur der Beweis, dass er sich voll und ganz hingibt - und das unterscheidet den sympathischen Gottesmann von den frigiden West-Schwestern wie Wowi und Guido, die sich mit Blümchen-Sex begnügen und nur unter ihresgleichen verkehren. Also, werter Herr Friedrich, nicht mit Tinte herumspritzen, sondern einfach mal im nächsten “Dark Room” vorbeischauen und richtig klecksen!
Christian F. vom Bahnhof Zoo
…and the winner is: Der Leser hat das Wort (8/07)
…and the winner is: Der Leser hat das Wort (8/07)
Was habe ich gelacht! Die zweieinhalb Euronen hatten sich bereits nach Seite 8 amortisiert.
Ich plädiere dafür, daß sich diese Rubrik fortan über das ganze Heft erstreckt. Selbst der Beitrag von Frau Weissig konnte mich von meinen Lach- und Heulattacken nicht mehr runterholen.
Ihr fragt, was die hochbezahlte schreibende Zunft der Eule dann macht? Na, ganz einfach! …sich‚ ne Seite abschneiden.
Großes Lob an alle schreibenden Mitleser!
Darf ich noch jemanden grüssen? Ich grüße zu allererst einmal mich, dann Mike, meine Mutter, meine Omis und Opis im Himmel, alle die mich kennen, meinen…
Uwe Pfützenreuter
Erfurt

