DAS SATIREMAGAZIN - Unbestechlich, aber käuflich!

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Aktuelle Ausgabe


Titel09-2010kl
Liebe Leserin, lieber Leser,

als Guido Westerwelle vor einem Monat aufgrund des Urlaubs von Angela Merkel vorübergehend quasi Bundeskanzler wurde und sogar eine Sitzung des Kabinetts leiten durfte, hielt ganz Deutschland den Atem an: Was würde der irre Liberale mit dieser Machtfülle anfangen? Würde er den Ausnahmezustand ausrufen und die Arbeitslosigkeit mit Hilfe mobiler Erschießungskommandos auf Null bringen? Würde er die Flagge der Bundesrepublik Deutschland neu gestalten (gelb-blau mit drei Punkten)? Würde er zum totalen Krieg gegen Unternehmenssteuern aufrufen? Doch die Spannung verflog schnell, denn Westerwelle tat – nichts. Und gab anschließend eine Pressekonferenz. Besser hätte es, das muss man neidlos anerkennen, seine Chefin auch nicht machen können. Ist er am Ende vielleicht doch reif für dieses Amt?

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Ich und du und wir und die
(Online-Artikel der aktuellen Ausgabe)


sternDie Charta der Grundrechte der Europäischen Union – wer bisher glaubte, dies sei ein staubtrockener juristischer Text, wird nun eines besseren belehrt. »Grundsätze der Gesetzmäßigkeit und der Verhältnismäßigkeit im Zusammenhang mit Straftaten und Strafen« sind nämlich nicht nur sexy, sondern reinste Poesie.

Knorpelschaden, schöne Zähne

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Das Feuilleton jubelt: Helmut Markwort spielt am Volkstheater Frankfurt im Stück »Der hessische Jedermann« den Tod. Ob dass die 60 Focus-Mitarbeiter, die sich kürzlich haben abfinden lassen müssen, auch so lustig finden, wurde nicht ermittelt.

Irgendwann wird er dann gehen

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Früher brauchte Mann nur einen Schafsdarm, um nicht Vater zu werden. Mit der Erfindung der Pille hat sich die Verhütung verkompliziert. Heute werden eine Handtasche benötigt, eine Aufbewahrungsdose, zwei Wecker, eine Mineralwasserflasche und zwei Frauenarzttermine pro Jahr. Und das alles, um beim ersten Schluck Prosecco zu vergessen, ob man die Pille genommen hat.

Vorwärts immer, rückwärts nimmer

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Schon der große Poet Karl Marx dichtete: Denk immer dran, oh Mittelschicht, verschwende deine Mittel nicht!

In Schutt und Asche

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Den Ärzten geht es immer schlechter. Die meisten leben überhaupt nur noch deshalb, weil sie sich von abgelaufenen Tabletten ernähren können.

 

 

 

 

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